Bush wegen Irak weiter unter Druck: Krieg trotz der Bedenken der US-Geheimdienste
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US-Präsident Bush gerät mit seiner Verteidigung des Irak-Krieges weiter unter Druck. Wie das US-Magazin "National Journal" in seiner neuen Ausgabe schreibt, habe Bush bereits zehn Tage nach den Terroranschlägen vom 11. September aus einem Geheimdienstbericht erfahren, dass es keinerlei Beweise für eine Verwicklung des damaligen irakischen Staatschefs Saddam Hussein gebe.
Bush sei während der Lagebesprechung auch mitgeteilt worden, dass kaum glaubwürdige Informationen über eine Zusammenarbeit des Saddam- Regimes mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida existierten. Danach soll Saddam die radikal-islamische Organisation sogar als Gefahr für sein säkulares Regime angesehen und eine Unterwanderung des Netzwerkes mit irakischen Geheimdienstmitarbeitern erwogen haben.
Trotz der Geheimdienstberichte habe Bush in einer Rede am 25. September 2002 gesagt, dass man nicht zwischen Saddam und Al-Kaida unterscheiden könne, wenn man über den Krieg gegen den Terrorismus spreche, schreibt das "National Journal". Nach damaliger Darstellung von Vizepräsident Cheney soll sich einer der Attentäter vom 11. September sogar mit einem irakischen Geheimdienstmitarbeiter in Prag getroffen haben.
Bush und Cheney sehen sich wachsenden Vorwürfen der oppositionellen Demokraten ausgesetzt, sie hätte Geheimdienstmaterial zur politischen Rechtfertigung des Krieges aufgebauscht. Zu ihrer Verteidigung führen Bush und Cheney an, sie hätten unwissentlich falschen und fehlerhaften Geheimdienstinformationen vertraut.
In ihrem Abschlussbericht hatte die Kommission zur Aufklärung der Hintergründe der Anschläge vom 11. September bereits im Vorjahr geschrieben, dass die Geheimdienste korrekte Informationen über den vollständigen Mangel an Beweisen für eine Verbindung zwischen Al- Kaida und Irak geliefert hätten.
(apa/red)
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