Welle der Sympathie für Angela Merkel: Die Mehrheit der Deutschen steht hinter ihr
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Mit einer Welle Sympathie startet Angela Merkel (CDU) in ihre erste Amtszeit als deutsche Bundeskanzlerin. Nach dem ZDF-Politbarometer vom Freitag finden es 67 Prozent der Bundesbürger gut, dass sie jetzt Regierungschefin ist. Nur 28 Prozent gefällt das nicht. Dass es eine Große Koalition zwischen den Volksparteien CDU/CSU und SPD gibt, halten 59 Prozent für gut. Allerdings ist nur eine Minderheit (38 Prozent) der Meinung, dass sich Deutschland in einem Aufbruch befindet.
Die Regierungsparteien Union und SPD selbst profitieren in der Wählergunst der Deutschen von der Regierungsbildung in dieser Woche. So kämen CDU/CSU derzeit auf 37 Prozent und die SPD auf 34 Prozent, würde an diesem Sonntag ein neuer Bundestag gewählt. Beide gewinnen damit im Vergleich zur Umfrage vor zwei Wochen einen Punkt hinzu.
Unveränderte Werte ergaben sich für die Oppositionsparteien FDP und die Grüne, die beide bei 9 Prozent liegen. Die ebenfalls in der Opposition sitzende Linkspartei verlor einen Punkt und erreicht nun 8 Prozent.
Merkel schließt Steuersenkungen in nächster Zukunft aus
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat harte Belastungen für alle Bürger angekündigt. "Wir müssen uns allen viel selbst zumuten", sagte sie am Freitag vor dem Deutschen Handwerkstag in Düsseldorf. Investitionen plane die große Koalition vor allem für Verkehrsinfrastruktur und Bildung.
Drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts sollen laut Merkel künftig in Forschung und Entwicklung fließen. "Nur so können wir letztlich unseren Wohlstand halten. Wenn wir nun mal teurer sind, müssen wir eben um so viel besser sein, wie wir teurer sind", erklärte die CDU-Politikerin.
Beamte müssten sich in Zukunft auf längere Arbeitszeiten und weniger Weihnachtsgeld einstellen, sagte Merkel. Das Renteneintrittsalter werde ab 2010 für alle schrittweise auf 67 Jahre erhöht. Beim Arbeitslosengeld II seien vor allem bei den unter 25-Jährigen kräftige Einsparungen zu erwarten.
Die Kanzlerin schloss eine Senkung von Steuern in absehbarer Zukunft erneut aus. Gleichzeitig verteidigte sie die umstrittene Erhöhung der Mehrwertsteuer um drei Prozent. "Wir haben uns schweren Herzens dazu entschließen müssen, aber es ging nicht anders", sagte sie vor den rund 350 Handwerksfunktionären. Zusammen mit den Einsparungen bei der Bundesagentur werde dadurch aber auch eine Absenkung der Lohnnebenkosten um zwei Prozentpunkte ab 2007 ermöglicht.
(apa/red)
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