Schneechaos im Münsterland: 25.000 Deutsche schon die vierte Nacht ohne Strom
- 35.000 Haushalte wurden jedoch schon angeschlossen
- Die BILDER vom Winter-Chaos in Europa!
Jetzt auf wetter.at nachsehen, wie das Wetter wird!
·BILDER: Winter in Deutschland & Europa
Schnee sorgt auch im Ausland für Chaos
·BILDER: Winter ist wieder zurückgekehrt
Weiße Massen überziehen
weite Teile des Landes!
·Verkehrs-Chaos nach
heftigen Schneefällen
Der Neuschnee forderte indirekt drei Todesopfer
·So wird das Wetter!
Immer top-aktuell: Die Prognosen für heute und die nächsten Tage
·Klimaerwärmung an Winter erkennbar!
Durchschnittstemperatur steigt seit den 60ern
·36 Winterreifen im großen ÖAMTC-Check
UG 7 von Goodyear top, Matador "ausgerutscht"
·STAU-CAMS: Alle Autobahnen live dabei!
Klicken: Gleich schauen, wo es derzeit staut!
·Reifenwechsel: Von 7,49 bis 51,48 Euro!
AK: Mega-Preisdifferenz auch bei der Lagerung
·Viele montieren die Winterreifen zu spät
Erst bei Schneefall steckt jeder fünfte Pneus um

Nach vier Tagen bangen Wartens sind am Dienstag die meisten Haushalte im Münsterland in Deutschland wieder ans Stromnetz angeschlossen worden. Am Vormittag waren noch 25.000 Menschen ohne elektrische Energie, sagte der Sprecher des Krisenstabes bei der Bezirksregierung Münster, Stefan Bergmann. Am Wochenende war die Zahl der Betroffenen noch zehn Mal so hoch. Betroffen seien jetzt noch vor allem entlegene Gehöfte und einzelne Wohnsiedlungen in den Außenbereichen der Ortschaften.
Unterdessen ging die Aufarbeitung des folgenschwersten Stromausfalles in der deutschen Nachkriegsgeschichte mit Kritik am Netzbetreiber RWE weiter. Die Bundesnetzagentur hat den Versorger zur Aufklärung der massiven Stromausfälle im Münsterland aufgefordert. Ein entsprechendes Schreiben sei an den Konzern gegangen, sagte ein Sprecher der für die Energieregulierung zuständigen Bundesbehörde am Dienstag in Bonn. RWE müsse den Sachverhalt und die Ursachen für den Ausfall untersuchen und darlegen.
Kritiker bemängeln, die Masten und Leitungen seien nicht standfest genug gewesen. RWE weist die Vorwürfe zurück. Die Technik entspreche neuestem Standard und sei vergleichbar mit Anlagen, die auch in Regionen mit schneereichen Wintern wie Bayern oder Österreich verwendet werden. Es handele sich um einen Fall höherer Gewalt. Das Unternehmen könne deshalb nicht für aufgetretene Schäden haften.
Am Wochenende waren im Münsterland bis zu 250.000 Menschen ohne Strom, nachdem am Freitag und Samstag heftige Schneefälle im Zusammenspiel mit Sturmböen 50 Hochspannungsmasten von RWE einknicken ließen. Die Menschen harrten zum Teil vier Nächte lang bei Kerzenlicht und ohne funktionierende Heizung aus.
750 Notstromaggregate und Ersatzleitungen sichern nach Angaben des Krisenstabes inzwischen weitgehend die Versorgung. "Wir appellieren, möglichst Strom zu sparen", sagte der Krisenstab-Sprecher. Je weniger Energie abgenommen werde, desto stabiler seien die provisorischen Netze.
Zwei Obdachlose in Belgien erfroren
Zwei Obdachlose sind in der belgischen Hauptstadt Brüssel erfroren. Wie der Fernsehsender VTM auf seiner Website meldete, starb am Sonntag ein Mann in einem Krankenhaus, der wegen Unterkühlung in die Klinik eingeliefert worden war. Der Obdachlose sei an einer überdachten Bushaltestelle gefunden worden.
Bereits zuvor war ein 43-jähriger Obdachloser tot am Eingang der St.-Katharinenkirche aufgefunden worden, wie der Sender Een berichtete. Zwei seiner Freunde seien mit Unterkühlung in ein Krankenhaus gebracht worden.
Frankreich: Sechster Obdachloser nach Kältenacht tot
Nach dem Wintereinbruch in Frankreich haben die Behörden den Tod eines sechsten Obdachlosen gemeldet. Der Pariser Polizei zufolge war die Kälte "eine der Hypothesen" für die Todesursache des 45-jährigen Mannes, der am Montag in der französischen Hauptstadt leblos aufgefunden wurde. Bis zum Wochenende waren in ganz Frankreich bei Minusgraden und Nachtfrost fünf Obdachlose gestorben.
Am Samstag waren auf dem Pariser Flughafen Roissy-Charles-de-Gaulle 60 Flüge ausgefallen, es kam wegen Schnee und Eisbildung zu Verspätungen von im Schnitt ein bis eineinhalb Stunden, teilten die Flughafenbehörden mit. Weit weniger Probleme hatte der südliche Pariser Flughafen Orly. Der Pariser Eiffelturm war wegen Schneefalls am Samstag zeitweise für Besucher geschlossen.
Heftige Schneefälle auch in Spanien und Portugal
Heftige Schneefälle haben mehrere Dörfer auf der Iberischen Halbinsel von der Außenwelt abgeschnitten. In der Gegend um Palencia im Norden Spaniens saßen rund 300 Menschen in ihren Häusern fest, wie der Rundfunk am Sonntag berichtete. Mehrere Straßen mussten für den Verkehr gesperrt werden. In der Nordhälfte Spaniens waren rund 70 Pässe geschlossen oder nur mit Ketten befahrbar.
In zehn der 17 Regionen des Landes galten wegen Schnee, Eisglätte, Hagel und stürmischen Winden Unwetterwarnungen. Die Meteorologen sprachen von einer für diese Jahreszeit unüblichen "Polarkälte". Die Schneefallgrenze fiel in zahlreichen Regionen auf nur 300 Meter Seehöhe.
Auch in Portugal blockierte der Schnee mehrere Straßen. Autofahrer warfen den Behörden vor, nicht ausreichend auf das Unwetter vorbereitet gewesen zu sein. So fiel im Marão-Gebirge bei Vila Real das einzige Räumfahrzeug wegen einer Motorpanne aus. "Wir können nur hoffen, dass es nicht noch mehr schneit", sagte ein Sprecher der Verkehrpolizei.
Unwetter in Italien: Tiber trat in Umbrien über die Ufer
Während Westeuropa unter den Schneemaßen stöhnt, wird Italien von schwere Unwetter heimgesucht. Wegen der heftigen Niederschläge der vergangenen Tage ist der Tiber in Umbrien über die Ufer getreten. Dabei kam es zu erheblichen Schäden. Ein Wohnhaus mit rund 30 Einwohnern musste in Torhgiano bei Perugia geräumt werden, berichteten italienische Medien. Die Sorge ist, dass der Fluß auch in Rom über die Ufer treten könnte.
Aus mehreren norditalienischen Regionen und in Kalabrien wurden Schneefälle gemeldet. Die Schiffe, die Palermo mit der Mittelmeerinsel Ustica verbinden, konnten wegen der rauen See nicht abfahren. Ein türkisches Schiff, das wegen der Wetterlage vor den Küsten Neapels in Schwierigkeiten geraten war, konnte in Sicherheit gebracht werden. Zehn Seemänner wurden in Sicherheit gebracht.
(apa/red)
Gesicht verspeist10:30
Kannibale erschossenMiami: Nackter Mann hat sich ins Gesicht eines Obdachlosen verbissen - Polizei eröffnet Feuer
Nachbeben in Italien11:04
Mindestens drei ToteSchon wieder schwere Schäden und Todesopfer nach neuen Erdstößen in Norditalien
Streit zwischen Autofahrern10:17
Axt-Attacke in Wien33-jähriger Mann rastet völlig aus - Polizei nimmt aufgebrachten Lenker fest
