Bombenanschlag im Irak: Mindestens 30 Tote bei der Explosion einer Autobombe
- 35 Menschen wurden verletzt, darunter 2 US-Soldaten
- Sprengsatz ist vor einem Krankenhaus explodiert
Bombenanschläge haben im Irak am Donnerstag erneut mehr als 40 Menschen das Leben gekostet. Vor einem Krankenhaus in Mahmudiya südlich von Bagdad zündeten Rebellen eine Autobombe und rissen mindestens 30 Menschen in den Tod. Zwischen elf und 14 weitere Menschen wurden bei einem Autobombenanschlag in der schiitischen Stadt Hilla getötet. In der Nähe des Hauptquartiers der polnischen Truppen bei Diwaniya starb ein Kind bei einer Bombenexplosion und drei polnische Soldaten wurden leicht verletzt.
Unter den Opfern in Mahmudiya waren laut Krankenhausangaben vier Polizisten sowie drei Frauen und zwei Kinder. Verletzt wurden 35 Menschen, darunter auch zwei US-Soldaten. Die Bombe explodierte auf einem Parkplatz mit amerikanischen Militärfahrzeugen vor dem Krankenhaus von Mahmudiya, 30 Kilometer südlich von Bagdad. Die US-Soldaten besuchten die Klinik, um dort Spielzeug an Kinder zu verteilen. In Mahmudyja leben sowohl Schiiten als auch Sunniten. Die Stadt liegt im"Dreieck des Todes", wo es immer wieder zu Angriffen auf amerikanische Soldaten gekommen ist.
Die Bombe in Hilla detonierte laut Polizei in der Nähe eines gut besuchten Getränkestandes. 17 Menschen wurden verletzt. In der 95 Kilometer südlich von Bagdad gelegenen Stadt werden immer wieder Anschläge verübt. Am 28. Februar riss ein Selbstmordattentäter 125 Menschen mit in den Tod.
Im Bagdader Stadtteil Doha überfielen Bewaffnete am Donnerstag eine Polizeipatrouille. Dabei wurden nach Angaben der Behörden vier Beamte erschossen. Bereits am Mittwoch wurden drei US-Soldaten in Bagdad erschossen, wie ein amerikanischer Militärsprecher am Donnerstag mitteilte. Seit Beginn des Irak-Krieges wurden mehr als 2.100 US-Soldaten getötet.
In der Stadt Bakuba, 60 Kilometer nordöstlich von Bagdad, fiel ein ehemaliger Oberst des irakischen Heeres einem Mordanschlag zum Opfer.
Nach Angaben einer syrischen Menschenrechtsorganisation kam es Donnerstag Früh an der irakisch-syrischen Grenze zu einem militärischen Zusammenstoß zwischen Soldaten der USA und Syrien. Dabei seien drei Syrer getötet und 12 US-Soldaten verwundet oder getötet worden.
Im Vorfeld der Parlamentswahl am 15. Dezember im Irak sind einheimische und US-Soldaten im Westen des Landes und im Grenzgebiet zu Syrien verstärkt gegen Aufständische im Einsatz. (apa)
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