Unter Protest von Atomgegnern: Castor-Transport erreicht Zwischenlager Gorleben
- 12 Behälter 60 h durch Frankreich und Deutschland
Der Castor-Transport mit hoch radioaktivem Atommüll hat das Zwischenlager im niedersächsischen Gorleben erreicht. Nach 60 Stunden Fahrt durch Frankreich und Deutschland trafen die zwölf Behälter mit den Überresten abgebrannter Brennelemente aus Atomkraftwerken Dienstag früh im Zwischenlager ein. Bis zuletzt hatten Demonstranten mit Straßen-Blockaden versucht, den Transport aufzuhalten.
In der Ortschaft Grippel im Wendland war die Straße in der Nacht mehr als zehn Stunden lang durch einen Traktor blockiert, an dem ein schwerer Zementblock befestigt war. Daran hatten sich elf Atomkraftgegner von der bäuerlichen Notgemeinschaft angekettet. Wegen der Verletzungsgefahr für die Demonstranten musste die Polizei den Traktor in einem stundenlangen Verfahren auf einen Untersatz heben und langsam von der Straße schieben.
Eine weitere Blockade dieser Art in Grippel hatten die Landwirte zuvor schon freiwillig aufgegeben. Eine weitere Blockade mit einem alten Leichenwagen, in dem die Atomkraftgegner ebenfalls einen Zementblock befestigt hatten, war von der Polizei beendet worden.
Der Castor-Zug war am Samstag an der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague gestartet. Er traf am Montagmittag in Dannenberg ein. Dort wurden die Atommüllbehälter für die letzte, 20 Kilometer lange Teilstrecke nach Gorleben auf Tieflader umgesetzt. Außerdem maßen Fachleute die Strahlung.
(apa)
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