Montag, 21. November 2005

Schluss für die Sperrstunde: Jeder dritte
junge Brite sieht sich künftig mehr trinken

  • Anstehende Aufhebung lässt aber zwei Drittel kalt
  • Jeder Zweite war schon in eine Schlägerei verwickelt

Fast jeder dritte junge Brite glaubt, dass er mit der Aufhebung der Sperrstunde im Land künftig mehr Alkohol trinken wird. Laut einer Umfrage im Auftrag der BBC sehen sich 29 Prozent der Befragten zwischen 18 und 24 Jahren öfter zum Glas greifen, bei den 16- bis 17-Jährigen sind es sogar 45 Prozent.

Gleichzeitig sagte fast jeder zweite der 18- bis 24-Jährigen, er sei nach einem durchzechten Abend in der Vergangenheit schon einmal in Schlägereien verwickelt gewesen oder habe ungeschützten Geschlechtsverkehr gehabt. Gut zwei Drittel der Befragten gaben an, die neuen Öffnungszeiten der Pubs würden nichts an ihren Trinkgewohnheiten ändern.

Das Gesetz zur Abschaffung der Sperrstunde erlaubt es Pubs, 24 Stunden täglich geöffnet zu haben. Bisher mussten Pubs um 23.00 Uhr und Clubs um 2.00 Uhr schließen. Nach Regierungsangaben haben etwa 70 Prozent der 81.000 Pubs in England und Wales einen Antrag auf längere Öffnungszeiten gestellt. Die neue Regelung ist in Großbritannien heftig umstritten, wo sich hunderttausende junger Leute häufig betrinken. Für die Umfrage wurden gut 11.000 junge Menschen im Internet befragt.

(apa/red)

21.11.2005 08:49