Freitag, 25. November 2005

FPÖ gibt Stadler Rückendeckung: Schüssel soll sich um "echte Probleme kümmern"

  • Herbert Kickl: Schüssel sieht sich als Oberlehrer
  • Großkoalitionäre Eintracht mit Präsident Fischer

Der umstrittene Volksanwalt Ewald Stadler bekommt Rückendeckung aus der FPÖ. Generalsekretär Herbert Kickl hat Stadler gegen die Kritik von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) verteidigt. Schüssel hatte dem FPÖ-Volksanwalt vorgeworfen, die Kontrollinstitution in ein schiefes Licht zu bringen und sich nicht an den Ehrenkodex zu halten, dass sich die Volksanwälte der politischen Agitation zu enthalten haben.

Kickl forderte nun in einer Aussendung Schüssel auf, er solle sich "um die echten Probleme kümmern anstatt freiheitlichen Spitzenrepräsentanten den Mund verbieten zu wollen".

"Der Kanzler gefällt sich offenbar in der Rolle des Oberlehrers, der Zensuren verteilt", vermutete Kickl. Dabei wäre es wesentlich dringender, dass Schüssel seine Regierung "auf Vordermann" brächte. Der Bundeskanzler geselle sich damit in großkoalitionärer Eintracht zu Bundespräsident Heinz Fischer, der sich offenbar noch immer primär als SPÖ-Repräsentant verstehe, wie seine jüngsten "Tiraden" gegen die Freiheitlichen bewiesen hätten. (apa/red)

25.11.2005 11:29