Mauer für die Mozartstadt: Salzbuger Innenstadt ist bis 2008 hochwassersicher
- Das Bauprojekt kostet insgesamt 13 Millionen Euro
- Ganze Stadt wird erst '22 vor Hochwasser geschützt
Als im Hochwasser-Sommer 2002 in der Stadt Salzburg die Salzach immer höher stieg, fehlten nur mehr knapp zehn Zentimeter, und die gesamte Altstadt wäre unter Wasser gestanden. Derzeit werden im Innenstadtbereich Mauern errichtet, die auch bei einem hundertjährlichen Hochwasser ausreichend Schutz bieten würden. Unter dem Strich werden 13 Millionen Euro investiert, um die Mozartstadt möglichst hochwassersicher zu machen, schilderte Bürgermeister Heinz Schaden (S) bei einem Lokalaugenschein.
Der Beschluss für die Errichtung der Schutzmauern sei schon vor dem Hochwasser gefallen, von der Notwendigkeit sei er aber erst dann überzeugt worden, räumte Schaden ein. Bis zum Jahr 2008 soll die Innenstadt geschützt sein, bis 2022 dann das gesamte Stadtgebiet. "Es ist zu hoffen, dass wir mit dem Schutz schneller sind als das nächste Hochwasser", meinte Landesrat Sepp Eisl (V). Er gab aber zu bedenken, dass immer ein Restrisiko bleibe, nur die Wahrscheinlichkeit einer Überschwemmung sei dank der Mauern dann stark reduziert.
In der Innenstadt werden die Mauern so gestaltet, dass sie auch zu einer Belebung der Flusspromenaden beitragen sollen, zum Teil werden sie auch mit hölzernen Sitzflächen ausgestattet, sagte Bau-Stadtrat Martin Panosch (S).
Das diesjährige Hochwasser im Oberpinzgau habe Schäden in der Höhe von rund 50 Millionen Euro angerichtet. Die Schutzmaßnahmen, die jetzt gesetzt werden, kosten etwa zehn Mio. Euro, der Schutz mache also auch wirtschaftlich Sinn, betonte Eisl.
Von den Gesamtkosten von 13 Mio. Euro übernimmt der Bund 85 Prozent, den Rest finanziert die Stadt. Wegen der langen Laufzeit belaufen sich die jährlichen Kosten für die Stadt auf knapp 100.000 Euro. (apa)
