Freitag, 25. November 2005

Tanzrowdies am Parkett: 500 "Dancing Stars" landen jährlich im Krankenhaus

  • Zusammenstöße, Umknicken und verdrehte Knies
  • Drängler, Huper & Egomanen sind nicht gern gesehen

Der TV-Hit "Dancing Stars" ist vorüber, die Ballsaison eröffnet: Österreich liegt im Tanzfieber. Aber Vorsicht: Für rund 500 Landsleute endete im Vorjahr die heiße Sohle am Parkett im Krankenhaus. "Typisch" sind Verletzungen der Sehnen und Muskel sowie Prellungen. Die Ursachen sind "Ausrutscher" und Zusammenstöße von Paaren auf der Tanzfläche, wie das Institut "Sicher leben" mitteilte. Zur Vermeidung von Unfällen wird die richtige Auswahl an Schuhen sowie entsprechendes Verhalten auf dem Tanzparkett geraten.

Die Unfälle ereigneten sich bei Gesellschaftstänzen sowie Bällen und in Tanzschulen, 67 Prozent der verletzten Tanzwütigen waren weiblich. Als typische Unfallhergänge nennt das Institut "Sicher leben" etwa das Umknicken mit Stöckelschuhen sowie "übermütig Knie verdrehen". Die Folge sind Verletzungen an Sehnen und Muskeln, vor allem am Knie und den Fußknöcheln, sowie Prellungen.

Für "sicheres Tanzen" empfiehlt das Institut den Herren keine Turnschuhe, sondern Halbschuhe oder Schlüpfer zu tragen. Für die Damen: Wer regelmäßig tanzen möchte, der sollte über die Anschaffung von Sport-Tanzschuhen nachdenken. "Diese besitzen eine spezielle Sohle und sind aus leichtem Leder". Das wirke sich bei längeren Tanzabenden durchaus positiv auf den Zustand der Füße aus, so das Institut.

Tipps gegen Kollisionen
Zudem seien Verhaltenstipps eine notwendige Sache: Ohne sie würde es Kollisionen am laufenden Band und Verletzungen geben, warnt "Sicher leben". Bei Standardtänzen und Lateinamerikanischen Tänzen mit Vorwärtsbewegung werde aus Sicht des Vorwärtsschauenden immer rechts herum getanzt. "Auch sollte man zu Gunsten des Tanzflusses darauf achten, sich eher am Rand einer Tanzfläche zu bewegen, als in der Mitte".

Bei Lateinamerikanischen Tänzen, die überwiegend an einem festen Ort innerhalb der Tanzfläche stattfinden, suche man sich einfach ein freies Plätzchen, rät das Institut. Je mehr auf einer Tanzfläche los sei, desto weniger Platz habe man und desto weniger ausschweifend sollte der eigene Tanzstil sein.

Drängler, Huper und Egomanen
Wie im Straßenverkehr gelte: "Man ist nicht alleine unterwegs und gegenseitige Rücksichtnahme ist für alle gut", unterstreicht "Sicher leben". Da der Mann führe, müsse er aufpassen, "dass es nicht kracht". Drängler, "Huper" und Egomanen seien auch auf Tanzveranstaltungen nicht gerne gesehen. Und man sollte sein "Recht" nicht mit Gewalt durchsetzen wollen, sondern auf Blickkommunikation mit anderen Paaren achten, so das Institut. (apa/red)

25.11.2005 09:34