Dienstag, 22. November 2005

Oma mit Kind in Mur gestürzt: Grazerin nach
Unfall nach wie vor in kritischem Zustand

  • Fußgängerin sah Kinderwagen im Fluss treiben
  • Frau musste reanimiert werden, Kind stark unterkühlt

Der Zustand jener Frau, die mit ihrer Enkeltochter in Graz in die Mur gestürzt war, ist unverändert kritisch. Die 65-Jährige dürfte an einer Bootsanlegestelle ausgerutscht sein, vermutet die Exekutive. Dabei war sie mit ihrer eineinhalb Jahre alten Enkeltochter in den Fluss gestürzt. Eine Passantin hatte das unterkühlte Kind aus dem Wasser gezogen. Dem kleinen Mädchen geht es trotz schwerer Unterkühlung "den Umständen entsprechend gut", hieß es seitens der Polizeidirektion.

Die Frau war am Dienstagnachmittag mit einer Enkelin aus noch unbekannter Ursache in die Mur gestürzt. Eine aufmerksame Passantin hatte den leeren Kinderwagen bemerkt, war selbst ins eiskalte Wasser des Flusses gestiegen und hatte das Baby an Land gebracht. Dort wickelte die 46-Jährige das Kind in ihre Jacke und alarmierte mit Hilfe einer weiteren Spaziergängerin über Mobiltelefon die Einsatzkräfte. Die ältere Frau wurde mehrere hundert Meter flussabwärts abgetrieben und dort im leblosen Zustand von der Feuerwehr aus der Mur geholt.

Die Frau musste in der Folge reanimiert werden und wurde ebenso wie das Kind unverzüglich ins Krankenhaus gebracht. Laut Einsatzleiter Dieter Pilat stand die Grazer Berufsfeuerwehr stand mit 25 Mann, sechs Fahrzeugen, fünf Tauchern und zwei Booten im Einsatz. Zur Unterstützung der Suche wurde auch ein Hubschrauber des Innenministeriums eingesetzt. (apa/red)

22.11.2005 13:10