Donnerstag, 17. November 2005

'Minopolis', die Stadt der Kinder in Wien: Soravia startet Europas 1. Kids-Themenpark

  • Am 26.11. eröffnet Kinder-Paradies bei Reichsbrücke
  • Markensponsoren finanzieren 25 Themenstationen

Gefahren wird hier mit dem VW Beetle, die erste Wohnung richtet man sich mit Ikea-Möbeln ein, und beim Lebensmitteldiskonter Hofer klingelt die Kasse sowieso immer. Bezahlt wird mit Geld, das die Nationalbank gedruckt hat. Alles ist wie im richtigen Leben - nur eine Spur kleiner. Denn "Minopolis" ist die Stadt der Kinder....

25 Themenstationen finanziert über Markensponsoren. Bis zu 1.500 Kinder zwischen vier und zwölf Jahren können sich hier ab 26. November gleichzeitig tummeln. Hier, das ist das verkehrsgünstig gelegene Wiener Cineplexx bei der Reichsbrücke. Auf gut 6.000 Quadratmetern breitet sich "Europas erste Stadt für Kinder" aus. Der neuartige Themenpark umfasst 25 Stationen, vom völlig funktionstüchtigen ORF-Nachrichtenstudio über Polizei, Feuerwehr, Müllabfuhr, Krankenhaus bis hin zum Arbeitsmarktservice. Gratis ist hier freilich nichts, bezahlt wird in baren "Eurolinos", welche die Kinder beim Eintritt erhalten. Damit werden Waren und Dienstleistungen gekauft. Gehen die "Eurolinos" zur Neige, kann man einen Job annehmen und neues Geld verdienen. Schließlich sollen die Kinder "spielerisch die Welt unserer Gesellschaft erfahren", erklärt Unternehmer Erwin Soravia, als dreifacher Vater Ideengeber von "Minopolis".

8 Mio. Euro-Projekt
Die Soravia-Gruppe (Hilton Stadtpark, Dorotheum, TownTown), die er mit seinem älteren Bruder Hanno führt, hat acht Millionen Euro in das Projekt investiert. Den Löwenanteil der Kosten tragen Sponsoren, die den Kleinen - wie im richtigen Leben - ihre Marken ständig vor Augen führen. Vom Erfolg überzeugt, plant die Soravia-Gruppe gleich eine europaweite "Minopolis"-Kette. "In den nächsten Jahren wollen wir in vier bis sechs weitere Städte expandieren", so Soravia.

Spielen mit Empfehlung des Schulrates.
Gespart wurde beim Bau von "Minopolis" nicht. Die Liebe zum Detail ließen sich schon die Sponsoren nicht nehmen. "Hofer hat sogar die originalen Fliesen und Einkaufswagen als Miniatur nachbauen lassen", schildert "Minopolis"-Geschäftsführerin Ursula Gastinger. Ebenso wurden die Beetles von VW nach originalen Konstruktionsplänen verkleinert. Bei aller Liebe zum Spiel wird aber auf die wirklichkeitsgetreuen Abläufe geachtet. Jede Station ist mit mindestens zwei pädagogisch geschulten Betreuern besetzt. Insgesamt werden 120 Personen beschäftigt. Neben Tagesbesuchern sind Kindergärten und Schulklassen eine wichtige Zielgruppe, weshalb man mit dem Wiener Stadtschulrat eng kooperiert.

Wie sich Wiens neue 'Stadt für Kinder' rechnet
Rund acht Millionen Euro investiert die Soravia-Gruppe in "Minopolis". Die Themenstationen, in denen die Kinder in die Rolle von Erwachsenen schlüpfen, sind von Unternehmen gesponsert, die den Kunden der Zukunft ihre Marke präsentieren. Bislang wurden 30 Partner verpflichtet, die jährlich bis zu 200.000 Euro investieren. Dazu kommen Eintrittsgelder von 3,50 (Gruppen) bis 12 Euro (Tageskarte). Die Gewinnzone soll in drei Jahren erreicht sein. Eine Expansion in Städte Ost- und Westeuropas ist in Planung. Die Finanzierung soll über einen Börsengang erfolgen.
(Aus NEWS 46/2005)


17.11.2005 10:47