NEWS: Wiens Bürgermeister Häupl für "Durchmischung" der Gemeindewohnungen
- Häupl über EU-Richtlinie zu Gemeindebauten-Öffnung für Ausländer: "Wir wollen keine Ausländerghettos"
Im NEWS-Interview nimmt Wiens Bürgermeister erstmals zur neuen Richtlinie zur Öffnung von Gemeindebauten für Ausländer Stellung: "Unser Ziel ist die Durchmischung der 220.000 Gemeindewohnungen und nicht das Errichten von Ausländerghettos", so Häupl in NEWS: Wir öffnen den Gemeindebau nicht schrankenlos. Wir machen keine Pariser Vorstädte." Ein großen neuen Zulauf auf Gemeindewohnung erwartet sich Häupl von der EU-Richtlinie, die ab Jänner 2006 in Kraft tritt, allerdings nicht.
Michael Häupl spricht sich im NEWS-Interview generell für eine "geordnete Zuwanderung" aus: "Auch wenn eine größere Zahl von Menschen anderer Auffassung ist." Man müsse sich vorstellen, was Wien ohne Ausländer hieße, vom Gesundheitsbereich bis zu den Straßenkehrern: "Und dann soll mir jemand sagen, ob er tatsächlich will, dass alle Ausländer hinausgeschmissen werden." Am Weg der Humanität und des Miteinander, so Häupl, führe kein Weg vorbei: "Vor allem nicht der Strachesche Weg. Denn der führt ins Gegeneinander und ins Chaos.
Auch wenn die bisherigen Methoden der Integration in Wien stimmten, müsse das Integrationsnetz noch wesentlich dichter geknüpft werden. Das sei eine soziale Frage, und kein Ausländerproblem.
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