Krise des ÖGB ist "hausgemacht": Gorbach übt Kritik am "abgehobenen Bonzentum"
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- Verlust des 425 Mio. -Kredits wird heruntergespielt
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Vizekanzler Hubert Gorbach vom BZÖ bezeichnet die "aktuelle Krise" des ÖGB als "hausgemacht". In einer Aussendung erklärte er, die Krise beruhe "auf Anachronismen und verstaubten Sichtweisen. Abgehobenes Bonzentum ist einfach nicht mehr zeitgemäß, die Leute wollen Lösungen. Und wenn diese ausbleiben, dann führt das zu massiven Austrittswellen und in der Folge auch zu finanziellen Problemen."
Die hohen operativen Verluste des ÖGB sprechen laut Gorbach "Bände". Außerdem dürfe man die aufklärungswürdigen Vorgänge rund um den BAWAG-Skandal nicht vergessen, "mit denen 'pseudo-sozialistische' Gewerkschaftsbonzen ihre ganze Abgehobenheit unter Beweis gestellt haben. Den Verlust eines 425 Millionen Euro Kredits herunterzuspielen, das begreift kein Mensch - und das einzelne sparsame Gewerkschaftsmitglied wird diese hochriskanten Finanztransaktionen schon gar nicht verstehen", meinte der geschäftsführende Bündnisobmann.
Eine funktionstüchtige, sachorientierte Arbeitnehmervertretung sei für die demokratiepolitische Landschaft ungemein wichtig, so Gorbach. Deshalb wäre jetzt frischer Wind angebracht, um die "organisatorische Mängelliste" abzuarbeiten, nötige Reformen einzuleiten und nicht nur von jahrzehntelang angehäuften Ersparnissen zu zehren. "Heuer ergibt sich ein Finanzloch von 43 Mio. Euro, letztes Jahr hat der Gewerkschaftsbund nur durch eine Sonderdividende der BAWAG in der Höhe von 70 Mio. Euro ausgeglichen bilanziert - die es nach dem Refco-Debakel wohl nicht mehr geben wird - und immer wieder verkauft er Immobilien und Beteiligungen."
"Statt polemischer Parteipolitik, die Arbeitnehmer vergrämt und sachliche Lösungen verhindert, sollte der ÖGB wieder zu einer sachlichen Vertretung von Arbeitnehmerinteressen zurückkehren", meinte Gorbach. Und bei der ÖGB-Bank BAWAG wäre es an der Zeit, im Sinne der Kunden externe Fachmänner in Führungspositionen zu berufen und so weitere Verlustgeschäfte zu verhindern.
(apa/red)
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