EU-Herbstprognose veröffentlicht: Die Eurozone wächst 2006 um satte 1,9 Prozent!
- Für 2007 sogar BIP-Wachstum von 2,1% erwartet
- Österreich liegt genau im Durchschnitt der EURO-12
·Konjunktur zieht in Europa wieder an!
Endlich bessere Nach- richten aus Deutschland!
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Mit einem Aufschwung der Konjunktur im nächsten Jahr rechnet die EU-Kommission in Brüssel. Die Wirtschaft der zwölf Länder der Eurozone wird nach Schätzungen der Kommission 2006 um 1,9 Prozent und im Jahr 2007 um 2,1 Prozent wachsen. Für dieses Jahr erwartet die Kommission nur ein Wachstum von 1,3 Prozent, wie aus der am Donnerstag in Brüssel veröffentlichten Herbstprognose der EU-Behörde hervorgeht.
Damit hat die Kommission ihre Wachstumsaussichten gegenüber ihrer im Mai veröffentlichten Frühjahrsprognose zurückgenommen. Damals hatte die Kommission noch ein Wachstum der Wirtschaft der Eurozone von 1,6 Prozent für heuer und von 2,1 Prozent im nächsten Jahr vorausgesagt.
Auch in Österreich wird laut der Prognose die Wirtschaft in den kommenden beiden Jahren zulegen: 2006 erwartet die Kommission ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 1,9 Prozent, für 2007 sagt sie 2,2 Prozent voraus. Im laufenden Jahr schätzt die EU-Behörde das BIP-Wachstum auf 1,7 Prozent.
Noch besseres Bild in der gesamten Union
Noch optimistischer als für die Eurozone beurteilt die EU-Kommission die Wachstumsaussichten der EU insgesamt. Die Wirtschaft der 25 EU-Staaten wächst demnach 2006 um 2,1 und 2007 um 2,4 Prozent gegenüber 1,5 Prozent heuer, teilte die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel in eihrem Herbst-Konjunkturgutachten mit.
Die EU-Kommission sieht Europa seit Beginn des zweiten Halbjahres 2005 trotz hoher Ölpreise in einer Aufschwungphase.
"Nach einem enttäuschenden ersten Halbjahr sind das Euro-Gebiet und die EU in der guten Lage, die nach wie vor günstigen Aussichten der Weltwirtschaft zu nutzen", erklärte EU-Wirtschaftskommissar Joaquin Almunia. "Die Rückkehr des Vertrauens in die Wirtschaft und der ständige Rückgang der Arbeitslosigkeit dürften auch den Verbrauch ankurbeln und Investitionen fördern, denen günstige Finanzierungsbedingungen und solide Unternehmensgewinne zugute kommen. Die Wachstumsquote von 0,6 Prozent für das dritte Quartal bestätigt diesen Trend."
Die Wirtschaft in Deutschland wird laut der Prognose im nächsten Jahr um 1,2 Prozent und 2007 um 1,6 Prozent wachsen gegenüber dem schwachen Wert von 0,8 Prozent in diesem Jahr. In der April-Prognose ging die EU von einem Wachstum von 1,6 Prozent für 2006 aus.
Mit einer Neuverschuldung von 3,9 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt wird Deutschland laut Kommission 2005 im vierten Jahr in Folge gegen den Euro-Stabilitätspakt verstoßen. Für das kommende Jahr sagt die EU-Kommission ein Defizit von 3,7 Prozent vorher, für das übernächste Jahr "bei unveränderter Politik" von 3,3 Prozent. Die EU verlangt allerdings von der künftigen duetschen Bundesregierung eine Einhaltung der Maastrichter Defizitgrenze von drei Prozent spätestens 2007.
(apa/red)
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