Wienerberger will 17 Werke still legen: Fokus auf Polen, Ungarn und Deutschland
- Ebitda & Ergebnis pro Aktie sollen um 10% steigen
Der Baustoffkonzern Wienerberger AG wird insgesamt 17 alte und kleinere Werke still legen, ein Viertel davon temporär oder teilweise. Die Produktion soll auf neue, wirtschaftlichere Anlagen verlegt werden, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Der Fokus liege dabei auf Polen, Ungarn und Deutschland. Die ebenfalls veröffentlichten Neunmonatsergebnisse liegen unter den Erwartungen der Analysten.
Der Konzernumsatz ist in den ersten neun Monaten um elf Prozent auf 1,468 Milliarden Euro gewachsen, das Ergebnis vor Abschreibungen (Ebitda) legte um fünf Prozent auf 332,4 Millionen Euro zu. Von der APA befragte Analysten hatten mit einem geringeren Umsatzanstieg um 8,5 Prozent, aber einem um beinahe zehn Prozent höheren Ebitda gerechnet.
Das Ergebnis nach Steuern lag nach neun Monaten um ein Prozent unter dem Vorjahr bei 153,5 Mio. Euro. Wienerberger nahm auf Grund dieser Zahlen auch seine Prognosen für das Gesamtjahr 2005 zurück. Man rechne "mit einer leichten Verbesserung im operativen Ebitda und beim bereinigten Gewinn je Aktie - allerdings werden wir in beiden Kennzahlen unser selbst gestecktes Ziel von plus 10 Prozent nicht erreichen", erklärte Wienerberger-Vorstandschef Wolfgang Reithofer. Die Ursache für die Abschwächung liege in schwächeren Märkten und höheren Energiekosten.
Wienerberger habe seine "Strategie unverzüglich den neuen Umständen angepasst und unsere Anstrengungen zur Optimierung von Kosten und Kapazitäten verstärkt", erklärte Reithofer. Sowohl Kosten als auch Kapazitäten würden beschleunigt "optimiert". Die - zumindest teilweise - Stilllegung von 17 Werken ist Teil dieser Strategie.
(apa)
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