Dienstag, 15. November 2005

Rascher Abschluss im Metallgewerbe: Die Kollektivvertragslöhne steigen um 3,1%

  • Die Ist-Löhne werden um 2,8 Prozent angehoben

Bereits in der ersten Verhandlungsrunde einigten sich gestern Abend die Sozialpartner auf einen neuen Kollektivvertrag für rund 85.000 Beschäftigte im Metallgewerbe. Die kollektivvertraglichen Mindestlöhne werden per 1. Jänner 2006 um 3,1 Prozent angehoben, die Ist-Löhne steigen um 2,8 Prozent, teilt die Metallergewerkschaft am Dienstag mit.

Ebenfalls um 2,8 Prozent erhöht werden die Lehrlingsentschädigungen und die Zulagen. Die Entfernungszulage wird um 2,6 Prozent angehoben. Weiters wurde eine Erhöhung des Kilometergeldes vereinbart. Von den insgesamt zehn Bundesinnungen, die zum Metallgewerbe gehören, haben dem neuen Kollektivvertrag die Mehrheit zugestimmt. Bedenkzeit bis 24. November 2005 angemeldet haben die Bundesinnung der Kraftfahrzeugtechniker der Bundesländer Tirol und Vorarlberg und die Bundesinnung der Elektro- und Alarmanlagentechnik sowie Kommunikationstechnik. Bis 30. 11. Bedenkzeit angemeldet hat auch die Berufsgruppe der Orthopädietechniker und zwar bis 30. November.

Im Vorjahr einigten sich die Sozialpartner auf eine Erhöhung der Tarif- und der Ist-Löhne um 2,5 Prozent.

Handelsarbeiter bekommen 2,7 Prozent mehr Lohn
Die Kollektivvertragsverhandlungen für rund 100.000 Arbeiter und Arbeiterinnen im Handel sind Dienstagabend bereits nach einem Verhandlungstag zu einem Ergebnis gekommen. Die Verhandler haben sich auf eine Erhöhung von mindestens 31 Euro pro Monat bzw. plus 2,5 Prozent auf die KV-Löhne geeinigt, erklärte Robert Steinocher, Fachsekretär der Gewerkschaft für Handel, Transport und Verkehr der APA.

Der Abschluss entspreche im Durchschnitt nicht ganz 2,7 Prozent über alle Gruppen. Die Diäten wurden um 4 Prozent erhöht. Der neue KV gilt ab 1. Jänner 2006 für ein Jahr.

Das durchschnittliche monatliche Brutto-Einkommen der Betroffenen liegt derzeit bei 1.231 Euro.

Die KV-Verhandlungen für rund 450.000 Handelsangestellte wurden am vergangenen Freitag unterbrochen. Die Gewerkschaft hatte zuletzt 3,1 Prozent gefordert, das Angebot der Unternehmer lag bei 1,8 Prozent. Am kommenden Donnerstag wollen die Sozialpartner abschließen.
(apa)

15.11.2005 10:16