Nach Pleite gegen Deutschland: Stranzl nahm Challenge-Teamkollegen in die Pflicht
- Stuttgart-Legionär: "Alle gehen einfachen Weg"
·Future-Team: "Einige
Spieler überfordert"
Nach 2:5-Pleite: "Hicke" mit Kritik an der Abwehr
·Österreich-Blamage: 2:5 gegen Deutschland
Zwei Eigentore im letzten Spiel des Future-Cups
·Spanien unmittelbar vor der WM-Teilnahme
Playoffs: Auch Schweiz und Tschechien gewinnen
·WM-Probe: England bezwingt Argentinien
Italien gewinnt in den Niederlanden mit 3:1
·Der große Rückblick
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Von A wie Angola über Deutschland bis zu USA
Stuttgart-Legionär Martin Stranzl hat seine Fußball-Kollegen vom ÖFB-Challenge-Team für 2008 am Dienstag nach der 2:5-Niederlage im Future Cup gegen Deutschland in die Pflicht genommen. Der gebürtige Burgenländer kritisierte vor allem den fehlenden Mut einiger Spieler, seinen Fußstapfen zu Folgen und den Schritt ins Ausland zu wagen. Daraus werde immer ein Klasseunterschied resultieren, der sich im Testspiel gegen die inzwischen aufgelöste DFB-Auswahl 2006 deutlich manifestierte.
Stranzl betonte einmal mehr, dass es sich viele junge österreichische Kicker zu leicht machen. "Alle gehen immer den einfachen Weg, bleiben in Österreich anstatt etwas zu riskieren und sich im Ausland durchzubeißen. Das macht uns nicht besser", versicherte der 25-jährige Defensiv-Allrounder, der selbst mit 17 Jahren nach Deutschland zum TSV 1860 München ausgewandert ist. "Viele haben heute vielleicht auch die falschen Berater."
Tatsache ist, dass den jungen Österreichern nicht nur Klasse, sondern auch Konstanz fehlt. Neben Stranzl verdient mit Emanuel Pogatetz (Middlesbrough) nur ein Feldspieler unter 30 sein Geld in einer internationalen Topliga - und der ist vermutlich bei der Heim-EM 2008 in den ersten beiden Partien gesperrt. "Wir müssen mehr Spieler ins Ausland bringen. Das ist der einzige Weg", weiß Stranzl. Das sagt er auch in der ÖFB-Kabine immer wieder - alleine Gehör findet sein Wort dort nicht immer.
Dabei sollten gerade im Challenge-Team die Youngsters zum 1,90-Meter-Mann aufblicken, der sich in Stuttgart bis zur Ära Trapattoni einen Stammplatz erkämpft hatte. Für Projektleiter Willi Ruttensteiner hat Stranzl "Vorbildfunktion" - eine Funktion, um die sich der Stuttgarter nichts kaufen kann. "Schön langsam wird es frustrierend. Der Unterschied zwischen Deutschland und Österreich ist, dass alle jungen deutschen Spieler wöchentlich in einer starken Liga gefordert werden", meinte Stranzl nach der Pleite im Burgenland. (apa/red)










