"Spieler waren überfordert": Grenzen der ÖFB-Auswahl von DFB Team '06 aufgezeigt
- Hickersberger kritisierte schwaches Abwehrverhalten
- PLUS: Stranzl mit scharfer Kritik an Teamkollegen
·Stranzl: "Alle gehen immer einfachen Weg"
Stuttgart-Legionär mit Kritik an Teamkollegen
·Österreich-Blamage: 2:5 gegen Deutschland
Zwei Eigentore im letzten Spiel des Future-Cups
·Schweiz setzt sich in Krimi vs. Türkei durch
4:4 Gesamtscore: Dank Auswärtstoren bei der WM
·WM-Probe: England bezwingt Argentinien
Italien gewinnt in den Niederlanden mit 3:1
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Von A wie Angola über Deutschland bis zu USA
Deutschlands Team 2006 hat mit dem 5:2-Auswärtssieg im Future Cup am Dienstag in Mattersburg gegen Österreich ausgedient. Für Österreichs Fußball-Zukunft lautet der Gradmesser "Heim-EM 2008", doch bis dahin ist ein weiter Weg zu gehen. Das wurde dem österreichischen Challenge-Team von einer deutschen Mannschaft, für die der WM-Zug längst abgefahren ist, deutlich vor Augen geführt. ÖFB-Projektleiter Willi Ruttensteiner machte dennoch gute Miene zum weniger guten Spiel.
"Man hat gesehen, dass wir bis auf die dummen Tore, die wir bekommen haben, mitgespielt haben. In Summe war es eine gute Leistung", meinte der Challenge-Teamchef. Erst die beiden Eigentore im Minutentakt durch Ortlechner (56.) und Scharner (57.) hätten seine Mannschaft verunsichert. Dabei standen auf Grund des abgesagten Länderspiels gegen Belgien insgesamt acht Spieler mit A-Länderspiel-Erfahrung in der Startformation - in der Abwehr mit Dober, Scharner und Stranzl sogar drei von jenen vier, die im Vormonat in der WM-Qualifikation in England (0:1) nur per Elfmeter zu überwinden waren.
Während Ruttensteiner die Schuld nicht in der "hintersten Linie" sondern in der deutschen Überlegenheit im Mittelfeld suchte, kritisierte Österreichs zukünftiger A-Teamchef Josef Hickersberger das Abwehrverhalten seiner künftigen Schützlinge. "Jedes gute Spiel fängt mit einem guten Abwehrverhalten an. Daran hat es heute gehapert", meinte der Noch-Rapid-Trainer, der ab Jänner das höchste Trainer-Amt im Land bekleidet und sich in ÖFB-Rekordnationalspieler Andreas Herzog bereits einen Mitarbeiter gewünscht hat.
Auch Herzog sah wie die 4.800 Zuschauer im Pappelstadion einen Klasseunterschied. Den begründete Ruttensteiner mit insgesamt elf Ausfällen und damit, dass diese in Deutschland ("Dort haben sie sieben Mal so viele Einwohner") leichter zu kompensieren wären. Eines gestand aber auch der ÖFB-Interims-Teamchef ein: "Einige Spieler waren heute überfordert." (apa/red)










