Noch eine Premiere bei Deutschland 2006: Trinidad & Tobago erstmals bei einer WM
- 1:0-Sieg in Bahrain sichert Karibikstaat Teilnahme
- Bahrain beruft bei FIFA gegen Wertung von Playoff
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Quali dank Auswärtstore. Tumult bei Spiel in Türkei
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auf die WM-Quali 2006
Alle Spiele, Ergebnisse
& qualifizierten Nationen
Der Karibikstaat Trinidad & Tobago hat zum ersten Mal die Qualifikation für die Fußball-Weltmeisterschaft geschafft. Vier Tage nach dem 1:1 im Hinspiel in Port of Spain gewann das vom Niederländer Leo Beenhakker trainierte Team am Mittwoch das Rückspiel in Bahrain mit 1:0. Trinidad & Tobago hat sich damit als 29. Mannschaft für die WM in Deutschland qualifiziert. Zuvor hatte sich Australien die Teilnahme im Elfmeterschießen gegen Uruguay gesichert.
Dennis Lawrence köpfelte in der 49. Minute nach einem Eckball des früheren ManU-Stars Dwight Yorke das entscheidende Tor für Trinidad & Tobago, das die Qualifikation in der Nord- und Mittelamerika-Zone (CONCACAF) als Vierter beendet hatte. Als der kolumbianische Schiedsrichter Ruiz Acosta in der Nachspielzeit dem vermeintlichen Ausgleichstreffer der Gastgeber durch Ali Hussain die Anerkennung verweigerte, kam es zu Tumulten.
Mit dem Erfolg in einer zerfahrenen Partie sicherte sich die Beenhakker-Elf als viertes Team aus der Karibik nach Kuba 1938, Haiti 1974 und Jamaika 1998 die WM-Teilnahme.
Nationaler Feiertag in Trinidad/Tobago
Nach der sensationellen Qualifikation sind am Mittwoch in Trinidad & Tobago alle Dämme gebrochen. Tausende Menschen strömten spontan auf die Straßen von Port of Spain und jubelten über die erste Endrunden-Teilnahme des Karibik-Staates, der mit rund einer Million Einwohner der kleinste aller 32 WM-Länder ist.
Premierminister Patrick Manning unterbrach die Parlamentssitzung, um den "Soca Warriors" zu gratulieren und den Donnerstag als nationalen Feiertag auszurufen. "Die Regierung hofft, dass die Bürger den freien Tag dazu benützen, an den Feierlichkeiten teilzunehmen, die am Flughafen beginnen und in Port of Spain fortgesetzt werden", hieß es in einem offiziellen Statement. Die Nationalmannschaft wurde am Donnerstag aus Bahrain zurückerwartet, wo sie mit einem 1:0-Sieg das WM-Ticket gelöst hatte.
Bahrain beruft bei FIFA gegen Wertung von WM-Playoff
Bahrain hat beim Fußball-Weltverband FIFA am Donnerstag Berufung gegen die Wertung des entscheidenden Playoff-Rückspiels in der WM-Qualifikation gegen Trinidad & Tobago eingelegt. Das Resultat (0:1), das der Karibikinsel im Gegensatz zu Bahrain deren erste Qualifikation für eine WM-Endrunde gebracht hat, soll annulliert werden, weil der kolumbianische Schiedsrichter Julian Ruiz Acosta eine spätes Tor Bahrains wegen gefährlichen Spiels nicht anerkannt hatte.
Ali Hussain hatte Trinidad-Goalie Kelvin Jack bei einem Ausschuss in der Nachspielzeit den Ball weggespitzelt und anschließend ins leere Tor getroffen. Nach dem 1:1 im Hinspiel hätte der Treffer eine Verlängerung zur Folge gehabt. "Wir haben bei der FIFA gegen die Annullierung des Tores Protest eingelegt und darum ersucht, das Tor zu überdenken", sagte Scheich Ali Al-Khalifa, der Verbands-Vizepräsident Bahrains. "Wir sind nicht übermäßig optimistisch, aber es war kein gefährliches Spiel."
Damit sich die FIFA mit dem Ansuchen beschäftigt, ist ein offizieller Protest im Schiedsrichter-Bericht notwendig. Bahrain war schon in den Asien-Playoffs gegen Usbekistan wegen einer Spielwiederholung nach einem Schiedsrichterfehler (ein verwandelter Elfmeter der Usbeken wurde an Stelle einer Wiederholung annulliert) weiter gekommen. Ursprünglich hatte das Hinspiel in Usbekistan 1:0 für die Gastgeber geendet, das 1:1 im Wiederholungsspiel ermöglichte Bahrain nach dem 0:0 im Rückspiel das Playoff gegen Trinidad. (apa)
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