Dienstag, 15. November 2005

Bayern und Ballack stehen vor Trennung: Rekordmeister zieht Vertragsangebot zurück

  • Vierjahresvertrag hätte 36 Millionen Euro eingebracht
  • Münchener Klub will sich nach Alternativen umsehen

Der FC Bayern München schreibt wieder schwarze Zahlen, aber im Millionen-Poker um Michael Ballack deuten die Zeichen deutlicher als je zuvor auf einen Verlust des Mittelfeldstars hin. Nachdem der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft bei einem erneuten Gespräch mit der Führung des deutschen Rekordmeisters sich nicht zu seiner Zukunft eindeutig erklärt hatte, zog der Bundesligist sein Angebot zurück, den am Saisonende auslaufenden Vertrag um vier Jahre bis zum 30. Juni 2010 zu verlängern.

"Das bedeutet nicht unbedingt, dass Ballack den FC Bayern verlässt. Aber wir werden ab sofort den Markt sondieren, um Alternativen zu schaffen", kündigte Rummenigge unter dem Applaus der Mitglieder an.

Trainer Felix Magath verbreitete nach einem Vier-Augen-Gespräch mit Ballack Gelassenheit und Zuversicht. "Es ist nicht gesagt, dass es zu einer Trennung kommt. Es ist jederzeit so, dass die Parteien wieder zusammen kommen können und neue Gespräche führen."

Ballack hatte in dem Gespräch, an dem auch sein Berater Michael Becker teilgenommen hatte, laut Rummenigge mitgeteilt, dass er "momentan noch keine Entscheidung getroffen" habe. Länger warten wollten die Bayern aber nicht. "Michael musste sich erklären, oder wir ziehen unser sehr gutes und gesichertes Angebot zurück. Das ist heute passiert", sagte Rummenigge. Der neue Vierjahresvertrag hätte Ballack angeblich insgesamt 36 Millionen Euro eingebracht.

(apa/red)

15.11.2005 08:55