Haussegen in Bundesliga hängt schief: Fan-Proteste beschäftigen Austria-Trainer Stöger
- Sturm-Präsident Kartnig mit heftiger Kritik an Gercaliu
- Rapid auf Suche nach zuverlässigen Elfer-Schützen
·Verfolger machen den Red Bulls Druck
Rapid, Austria & Pasching
siegen, Ried vs. Tirol 3:0
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Grazer nur noch 3 Punkte
hinter den Mozartstädtern
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Die Wiener Fußball-Großklubs Austria und Rapid haben in der 19. Bundesliga-Runde die geforderten Pflichtsiege eingefahren und damit Kontakt zu Spitzenreiter Red Bull Salzburg gehalten. Allerdings trübten Fan-Proteste gegen Frank Stronach Stögers Stimmung. Sturm-Präsident Kartnig ließ hingegen kein gutes Haar an Nationalspieler Gercaliu.
Die Austria hatte mit den Südstädtern lange Zeit Probleme, erst ein von Rushfeldt in der 88. Minute verwandelter Elfer erlöste Sportchef Peter Stöger. "Die Mannschaft hat sich schon beim 1:0 in Pasching gefunden, das war eine Befreiung", erklärte der frühere Teamspieler.
Angesichts der Fan-Proteste ("Magna raus"-Sprechchöre, "Freiheit für Austria"-Transparente - Mäzen Frank Stronach war erst gar nicht in die Südstadt gekommen) wollte bei Stöger allerdings keine Jubelstimmung aufkommen. "Ich kann mich derzeit wegen des ganzen Rundherums - die Geschichte mit der Generalversammlung am Donnerstag drückt doch auf die Spieler - nicht so richtig über diesen Sieg freuen. Doch je größer die Unruhe von außen wird, desto härter wird der Kern und desto näher rückt die Mannschaft zusammen", meinte der Sportchef, dessen Klub zum vierten Mal en suite ohne Gegentor blieb und der Admira (Trainer Robert Pflug: "Das war ein fragwürdiger Elfer. Leider ist uns das Glück nicht hold") die fünfte Niederlage in Folge zufügte.
Rapid glückt CL-Generalprobe
Stadtrivale Rapid nahm gegen ein stark ersatzgeschwächtes Team von Sturm Graz Revanche für die 2:3-Heimniederlage zum Saisonauftakt und absolvierte dabei eine zufrieden stellende Generalprobe für das Champions-League-Auswärtsmatch gegen Bayern München - der Respekt der Deutschen vor Grün-Weiß sei dadurch aber auch nicht gestiegen, wie Trainer Josef Hickersberger vermutete. "Auch wenn wir dreistellig gewonnen hätten, würden sich die Bayern vor uns nicht fürchten."
Bis Dienstag müsse sich seine Elf noch in einigen Punkten verbessern. "In München müssen wir besser verteidigen, aber wir werden auch mit einer defensiveren Aufstellung spielen", kündigte der designierte ÖFB-Teamchef an und wagte eine Prognose: "So schlecht sind wir nicht, dass wir ein Debakel befürchten müssten. Zweistellig werden wir nicht verlieren."
Rapid sucht Elferschützen
Ein Wermutstropfen war der Strafstoß an die Stange von Steffen Hofmann, der zum zweiten Mal in diesem Spieljahr vom Elferpunkt scheiterte, was den zweiten vergeben Elfer für Rapid in Folge (gegen die Bayern schoss Valachovic daneben) bedeutete. Der Kapitän "versprach" danach, in München im Falle des Falles auf die Ausführung eines Penaltys zu verzichten. "Sonst steinigen mich meine Mitspieler."
In der Elferfrage sucht Hickersberger die Antwort in mathematischen Gesetzen. "Die Wahrscheinlichkeit, nach zwei vergebenen Elfern wieder zu treffen, ist hoch. Daher kann jetzt jeder Schütze beruhigt antreten."
Kartnig-Kritik an Gercaliu
Noch vor den Ausführungen des Rapid-Trainers hatte sich Sturm-Präsident Hannes Kartnig über die Leistung der jungen Sturm-Spieler gefreut, wobei er allerdings einen Youngster vom Pauschallob ausklammerte. "Gercaliu hält sich für super. In Wahrheit aber ist er noch ein Niemand", kritisierte der Vereins-Boss den Teamspieler, der das 1:3 verschuldet hatte und mit einem Wechsel nach Salzburg kokettiert.
Durch die Niederlage im Hanappi-Stadion beträgt der Rückstand von Sturm auf Platz sechs bereits drei Punkte, da SV Ried 3:0 gegen Wacker Tirol gewann und damit zum 23. Mal in Folge vor eigenem Publikum ungeschlagen blieb. Für Mattersburg hingegen setzte es mit dem 1:2 gegen numerisch unterlegene Paschinger die erste Heimniederlage überhaupt gegen die Oberösterreicher, die Zellhofer-Nachfolger Helmut Kraft einen gelungenen Einstand bescherten. (apa)
