Freitag, 18. November 2005

Gelungene Olympia-Generalprobe: Rodler Schiegl/Schiegl bei Weltcup in Cesana Dritte

  • Linger/Linger als zweit bestes Österreich-Team Achte
  • Damen: Halder 6., Reithmayer 9., Manzenreiter 10.

Tobias und Markus Schiegl haben auch im zweiten Weltcup-Bewerb der Kunstbahnrodler in dieser Saison einen Podestplatz errungen. Die Tiroler Cousins kamen beim Olympia-Test auf der Hochgeschwindigkeitsbahn in Cesana hinter den Deutschen Patric Leitner/Alexander Resch und Andre Florschütz/Torsten Wustlich auf den dritten Platz. Bei den Damen wurde Veronika Halder Sechste, es siegte die Deutsche Sylke Otto.

Den Schiegls fehlten am Ende nur 8/100 Sekunden auf Platz zwei, auf diesem Rang lagen sie nach dem ersten Durchgang. "Hätten wir im zweiten Lauf nicht einen Patzer im technisch schwierigen, oberen Streckendrittel gemacht, hätten wir den zweiten Platz sicher verteidigt. Wir sind aber auch so sehr zufrieden. Wäre heute schon Olympia gewesen, hätten wir die Rodelmedaille für Österreich geholt", sagte Tobias. Schiegl/Schiegl waren beim Saisonauftakt in Sigulda Zweite gewesen.

Enttäuschend verlief der Wettkampf für das Absamer Brüderpaar Andreas und Wolfgang Linger. Nach Rang sieben im Lettland, schaute dieses Mal nur der achte Platz heraus. "Sie fahren im Training immer sehr stark, verkrampfen aber derzeit beim Rennen. So wollen zu viel, während die Schiegls einfach locker drauf los fahren", sagte ÖRV-Sportkoordinator Robert Manzenreiter. Wolfgang Linger hatte sich im Februar vor dem Umbau der Bahn bei einem Sturz einen Unterschenkelbruch zugezogen.

Bei den Damen-Einsitzern waren die Deutschen wieder eine Macht, durch Sylke Otto, Tatjana Hüfner und Silke Kraushaar gab es einen Dreifacherfolg. Sonja Manzenreiter, die im ersten Lauf hinter diesem Trio noch Vierte gewesen war, riskierte im Finale zu viel: "Ich wollte unbedingt aufs Stockerl. Leider habe ich gleich im oberen Streckenteil einen blöden Fehler gemacht, der mich dann total aus dem Rhythmus gebracht hat", sagte Manzenreiter, die unmittelbar hinter Nina Reithmayer Zehnte wurde.

Beste rot-weiß-rote Dame war Halder als Sechste. "Ich bin recht zufrieden, bei beiden Weltcuprennen unter den ersten Sieben ist für mich okay. Nur meine Startzeiten machen mir noch etwas Sorgen, das müssen wir noch genauer analysieren."

18.11.2005 10:06