Samstag, 19. November 2005

Neuer Terror im Irak: Autobombenanschlag in Bagdad fordert mindestens 13 Todesopfer

  • Explosion ereignete sich auf einem belebten Markt
  • Hussein-Prozess wird Ende November fortgesetzt

Bei einem Autobombenanschlag im Süden von Bagdad sind mindestens 13 Menschen getötet worden. Etwa 21 weitere Menschen wurden bei der Explosion auf einem belebten Markt verletzt, wie ein Vertreter des Innenministerims mitteilte.

Die Gewaltserie reißt nicht ab, im Irak kommt es fast täglich zu Anschlägen zumeist sunnitischer Rebellen. Erst am Vortag waren bei Selbstmordanschlägen auf schiitische Moscheen im Nordosten des Landes 77 Menschen getötet worden. Zudem hatten Selbstmordattentäter bei einem Anschlag auf ein Hotel in Bagdad mindestens sechs Menschen mit in den Tod gerissen.

Die Anschläge drohen vor der für Dezember geplanten Parlamentswahl die Spannungen zwischen den Religions- und Bevölkerungsgruppen im Land weiter zu verschärfen.

Prozess gegen Hussein wird Ende November fortgesetzt
Der am 19. Oktober begonnene Prozess gegen Ex-Präsident Saddam Hussein soll wie geplant Ende November fortgesetzt werden. Alles sei vorbereitet, um das Verfahren am 28. November fortzusetzen. Nach der Ermordung von zwei Anwälten der Verteidigung hatten die Verteidiger Anfang des Monats angekündigt, das Verfahren zu boykottieren. Bei einem Schuldspruch wegen Völkermordes, Verbrechen gegen die Menschlichkeit sowie Kriegsverbrechen droht Saddam Hussein die Todesstrafe.

Der irakische Staatspräsident Jalal Talabani hatte angekündigt, er würde ein Todesurteil gegen den früheren Staatschef nicht unterzeichnen.

(apa/red)

19.11.2005 09:05