Drei Terroristen verhaftet: Verheerender Anschlag auf ein Feriendorf verhindert
- Verdächtige warteten auf eine Sprengstofflieferung
- "Werden größeres Fest als in London organisieren"
·Italien: Polizei nahm drei Terroristen fest!
Die Islamisten waren
"bereit zum Zuschlagen"
Die drei in italien festgenommen Terrorverdächtigen warteten auf eine Sprengstofflieferung, die mit einem Schiff hätte eintreffen sollen. Laut den Ermittlern, die die drei Männer mehrere Stunden lang vernommen haben, planten die Verdächtigen einen Anschlag auf ein Feriendorf in Italien. Aus abgehörten Telefonaten gehe hervor, dass die Fundamentalisten mit einem Flugzeugangriff das Feriendorf angreifen wollten, hieß es.
"Hier werden wir ein noch größeres Fest als jenes in London organisieren", sagte einer der Algerier bei einem abgehörten Telefongespräch. Die Staatsanwälte werden in diesen Tagen darüber entscheiden, ob die drei Fundamentalisten in Haft bleiben. Die drei Männer wurden unter dem Verdacht der Unterstützung des internationalen Terrorismus festgenommen. Einer der Festgenommenen, Yamine Bourama, bestritt, Verbindungen zur Salafistischen Gruppe für Predigt und Kampf (GSPC) zu haben, die wiederum nach eigenen Angaben Verbindungen zur Al-Kaida von Osama bin Laden unterhält
Nach Medienberichten stellte die Polizei in den Wohnungen der Männer "verdächtiges elektronisches Material und Propagandadokumente zum Aufruf zum 'Heiligen Krieg'" sicher. Die drei Algerier hatten sich in den vergangenen Monaten mit falschen Dokumenten in Norwegen aufgehalten.
Der italienische Innenminister Giuseppe Pisanu begrüßte die Festnahme der Algerier. "Sie wurden bereits seit mehreren Monaten beschattet", sagte der Minister. Die Mitte-Rechts-Regierung unter Ministerpräsident Silvio Berlusconi hatte in der Vergangenheit mehrfach die Befürchtung geäußert, dass Italien wegen seiner engen Zusammenarbeit mit den USA Ziel eines Terroranschlages werden könne. Auch führende Al-Kaida-Mitglieder hatten das Land als Anschlagsziel bezeichnet. Die italienischen Geheimdienste vermuten, dass sich etwa 300 bis 400 radikale Islamisten im Land befinden. (apa/red)
