Aids-Gefahr in Europa steigt wieder: Trotz Aufklärungskampagnen 2 Millionen Infizierte
- Osteuropa und Russland sind am stärksten betroffen
Trotz aller Aufklärungskampagnen und Fortschritte im Kampf gegen Aids breitet sich die Immunschwächekrankheit auch in Europa weiter aus. Mittlerweile seien europaweit mehr als zwei Millionen Menschen HIV-infiziert oder bereits an Aids erkrankt, berichteten Experten bei der 10. Europäischen Aids-Konferenz in Dublin.
Am weitaus schlimmsten sei Osteuropa einschließlich Russland betroffen, wo 1,5 Millionen HIV-Infizierte leben. Doch auch in Deutschland war im ersten Halbjahr 2005 ein dramatischer Zuwachs der Neuinfektionen um 20 Prozent verzeichnet worden.
Das Virus, gegen das es weder einen Impfstoff noch ein Heilmittel gibt, verbreite sich vor allem unter jungen Menschen, hieß es in Dublin. 75 Prozent der Neuinfizierten seien unter 25 Jahre alt.
(apa/red)
