"Staat muss Religionslehrer bestimmen": Haider warnt vor Fanatikern in der Schule
- "Vor moslemischen Hasspredigern auf der Hut sein"
- "profil": Kritik an Zuwanderungspolitik des Kanzlers
In einem Interview in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" fordert der Kärntner Landeshauptmann und BZÖ-Chef Jörg Haider eine Reform des Religionsunterrichts, da man "auf der Hut vor religiösen Fanatikern und moslemischen Hasspredigern" sein müsse. Bisher, so Haider, zahle der Staat für Religionslehrer, nehme aber bei deren Auswahl keinen Einfluss. Daher fordere er eine Änderung der "gesetzlichen Regelungen im Religionsunterricht". Haider: "Der Staat muss bestimmen, wer als Religionslehrer unterrichten darf." Er werde Bundeskanzler Wolfgang Schüssel demnächst Vorschläge übermitteln.
Kritik übt Haider im "profil"-Interview an der Immigrationspolitik der ÖVP und des Bundeskanzlers. Haider: "In der Zuwanderungsfrage hat Schüssel die Probleme zu spät erkannt. Das hängt mit seiner weltanschaulichen Herkunft zusammen. Er lässt sich von der Caritas einreden, alles wäre paletti."
Gegenüber "profil" präzisiert der Kärnter Landeshauptmann seine Forderung, Staatsbürgerschaftswerber ein Gelöbnis auf die österreichische Kulutr ablegen zu lassen. Laut Haider sollten sich Neo-Österreicher per Eid zur "österreichischen Lebensart" bekennen. Dazu zähler er "die Gleichbehandlung der Frau, die soziale Marktwirtschaft, Religionsfreiheit und die Toleranz gegenüber anderen Religionen und Kulturen".
Noch mehr Infos finden Sie in der aktuellen Ausgabe von "profil"!
