Wer bezahlt die neuen Integrationslehrer? Streit über Finanzierung von Zusatzkräften
- Hilfe für Schüler mit schlechten Deutschkenntnissen
- Tauziehen ums Budget: Grasser und Gehrer uneinig
Bildungs- und Finanzministerium streiten darüber, wer die Einstellung von hunderten zusätzlichen "Stützlehrern" für Schüler mit schlechten Deutschkenntnissen finanzieren soll. Wie das ORF-Radio berichtete, will das Finanzministerium die Anstellungen durch Umschichtungen im Budget des Bildungsministeriums finanziert sehen. Das Bildungsministerium fordert hingegen Ergänzungen zum Finanzausgleich.
Anfang November hatte die Landeshauptleutekonferenz eine Forderung nach zusätzlichen Integrationslehrern an Finanzminister Grasser und Bildungsministerin Gehrer gerichtet. Österreichweit seien etwa 700 zusätzliche Dienstposten notwendig, erklärte der Kärntner Landeshauptmann Haider damals. Es müsse genügend Lehrkräfte geben, die den Kindern zusätzlich zum Regelunterricht Deutsch beibringen müssten, damit diese dem Unterricht folgen können. Gelinge dies nicht, hätten die Kinder schlechtere Ausbildungs- und Berufschancen.
Grasser sagte nach der Bund-Länder-Einigung auf die Verwaltungsreform, bis zum Beginn des Schuljahres 2006/2007 solle eine Lösung gefunden werden, um mehr Integrationslehrer für Kinder nichtdeutscher Muttersprache anstellen zu können.
(apa)
