Leitl schließt Koalition mit FP strikt aus: 'Mit
Wiener Wahlkampf selbst aus Spiel genommen'
- Wirtschaftsbund-Obmann präferiert Große Koalition
- Auch Schwarz-Grün begeistert Leitl nicht wirklich
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Die von der ÖVP-Spitze um Bundeskanzler Wolfgang Schüssel vorgegebene Strategie - keine Koalitionsfestlegungen vor der Nationalratswahl 2006 - wird brüchig. Nachdem sich Innenministerin Liese Prokop (V) bereits deutlich gegen eine Koalition der ÖVP mit der FPÖ ausgesprochen hat, schließt nun VP-Wirtschaftsbund-Obmann Christoph Leitl eine ÖVP-FPÖ-Koalition strikt aus und zeigt Präferenzen für eine Große Koalition.
Mit dem Wiener Wahlkampf habe sich "die FPÖ selbst aus dem Spiel genommen", meinte Leitl. Denn man müsse von jeder Partei, die Regierungsverantwortung übernehmen will, Verantwortlichkeit für das Staatsganze voraussetzen. Zwischen ÖVP und FPÖ würden "die Fundamentalpositionen so weit auseinander liegen, dass das aus meiner Sicht nicht möglich ist".
Auch Schwarz-Grün begeistert den Wirtschaftsbund-Chef nicht wirklich: "Selbst in Oberösterreich wird immer betont, dass es zwischen Landes- und Bundesebene einen Riesenunterschied gibt."
Er habe eine Präferenz "für eine breite Zusammenarbeit angesichts der gewaltigen Problemstellungen, die unser Land in den kommenden Jahren haben wird", sagte Leitl. Zwar wolle er einer großen Koalition "ohne Wenn und Aber" nicht das Wort reden. Aber: Die Mehrzahl der Jahre, in denen in der Vergangenheit Rot-Schwarz regiert habe, "war von beachtlichem Fortschritt gekennzeichnet, denken Sie an die Ditz-Lacina-Steuerreform von 1995". (apa)
