Tragischer Unfall im Böhler Stahlwerk: 21- jähriger Arbeiter von Stahlpresse erdrückt
- Noch keine genauen Details über Unfallhergang
Zu einem tödlichen Arbeitsunfall ist es am Donnerstagvormittag im Böhler Edelstahl Werk in Kapfenberg gekommen. Ein 21-jähriger Arbeiter geriet bei Wartungsarbeiten an einer Stahlpresse zwischen eine Platte und einen so genannten Druckstempel. Das Unglück war passiert, als der junge Mann eine Hydraulikleitung abgeklemmt hatte und so der Druck, der den Stempel in der Höhe hielt, plötzlich absank, so ein Polizeisprecher.
Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Polizei gegen 8.40 Uhr, als Alexander D. (21) aus dem Bezirk Mürzzuschlag mit Wartungsarbeiten im Auslaufbereich einer Richtpresse beschäftigt war. "Der junge Mann hat einen fatalen Fehler begangen, als er einen Hydraulikschlauch wechseln wollte und diesen abklemmte", so ein Polizeisprecher. Dies wäre für die Wartung gar nicht nötig gewesen. Dadurch sank der Druck beim Hydrauliköl plötzlich ab und der Mann geriet zwischen den in Bewegung geratenen Druckstempel und eine Werkplatte.
Der junge Mann habe leider die Sicherheitsvorschriften nicht beachtet, was letztlich zu dem tödlichen Unfall geführt habe, hieß es seitens des Landeskriminalamtes. Der Stempel müsse nämlich durch einen Kran gesichert werden, wenn man das Hydrauliköl ablasse.
Im Kapfenberger Böhlerwerk waren Anfang April dieses Jahres bei einer Explosion fünf Beschäftigte ums Leben gekommen. Damals hatte Restfeuchtigkeit in einer Gusspfanne zu einer Reaktion geführt, durch die heißer flüssiger Stahl auf sieben Arbeiter der Frühschicht geschleudert wurde. Vier Männer starben gleich, ein weiterer wenig später im Krankenhaus.
(apa)
