Korb für H.-C. Strache: VP-Innenministerin Prokop schließt Koalition mit der FPÖ aus
- 'Nicht nur ausländerfeindlich, auch österreichfeindlich'
- Prokop wirft Strache Lügen bei Asyl-Themen vor

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Innenministerin Liese Prokop (V) lehnt eine Koalition der ÖVP mit der FPÖ unter Heinz-Christian Strache ab. Prokop wirft Strache vor, das Asylthema zu missbrauchen - die Grenze "ist jetzt sicher überschritten". Die Aussagen von Strache seien "nicht nur ausländerfeindlich, sondern auch österreichfeindlich".
Prokop in den "Oberösterreichischen Nachrichten": "Es geht bis hin zur totalen Ablehnungshetze gegen die EU. Man muss Probleme ansprechen und lösen. Dazu sind sie nicht bereit. Für die ist es nur Wählerfang". Und Strache "lügt und sagt, ein Asylwerber kriegt 1.000 Euro auf die Hand. Völliger Blödsinn: 40 Euro pro Monat bekommt ein Asylwerber, womit er seine Toiletteartikel usw. selber kaufen muss". Darauf angesprochen, dass Niederösterreichs VP-Landeshauptmann Erwin Pröll die längste Zeit gegen eine Koalition mit der FPÖ Jörg Haiders war und befragt, ob dies jetzt auch für die Strache-FPÖ gelte, sagte die Innenministerin: "Ja. Für mich sind Parteien daran zu messen, was sie tun und natürlich welche Form der Präsentation sie wählen".
Zu Umfragen, dass die Österreicher am liebsten künftig eine Große Koalition wollten, sagt Prokop, "weil die Wähler den Streit nicht wollen. Sie wollen Lösungskompetenz. Daher ist eine Große Koalition nur sinnvoll, wenn dadurch keine Blockade entsteht".
(apa)
