Uni-Bericht 2005 veröffentlicht: Zahl der Studenten in Österreich nimmt weiter zu
- Bis 2010 Anstieg von 160.000 auf 184.000 erwartet
- Zahl der Studienabschlüsse bleibt aber weiter zurück
·Universitäts-Bericht 2005 in Kurzform
Maturanten-, Studenten- und Absolventenzahlen
·Unis zufrieden mit dem neuen Budget
Opposition nicht. Broukal spricht von Mogelpackung
·Milliarden-Paket
für Österreichs Unis
Bis 2009 sollen jährlich 175 Mio. Euro fließen
Die Anzahl der inländischen Studenten an den Universitäten wird sich bis 2010 stark erhöhen. Dies wird im Universitätsbericht 2005 in der Hochschulplanungsprognose vorausgesagt. Nach rund 160.000 im Jahr 2003 soll es 2010 bereits mehr als 184.000 österreichische Studenten an den Unis geben. Anschließend verlangsamt sich das Wachstum etwas - 2015 und 2020 werden jeweils knapp 200.000 erwartet (plus 25 Prozent gegenüber 2003), womit wieder der Wert vor Einführung der Studiengebühren im Jahr 2001 erreicht wird.
Dagegen gibt es bei der Zahl der Studienabschlüsse an den Unis im Vergleich zum Anwachsen der Studentenzahlen kaum einen Anstieg: Laut Prognose stehen 14.510 Erstabschlüssen im Jahr 2003 14.746 im Jahr 2010 sowie 15.315 im Jahr 2015 und 15.488 im Jahr 2020 gegenüber (plus sieben Prozent gegenüber 2003). Ganz anders sieht es an den Fachhochschulen aus: Dort wächst die Zahl der Abschlüsse von 2.908 im Jahr 2003 auf 5.945 im Jahr 2010 und schließlich auf 6.901 im Jahr 2020 - was gegenüber 2003 mehr als eine Verdoppelung bedeutet.
In den nächsten Jahren mehr Maturanten
Eine Erholung wird eine Stufe tiefer erwartet, nämlich bei den Maturanten: Nach zuletzt stagnierenden Maturantenzahlen wird mit einem Anstieg ab 2006 gerechnet, der bis ins Schuljahr 2011/12 anhält. Anschließend wird auf Grund der sinkenden Geburtenraten wieder mit einem Absinken gerechnet.
Für 2005 wird mit 38.072 Maturanten gerechnet, das entspricht einem Anteil von 39 Prozent am jeweiligen Altersjahrgang. In den Jahren davor stagnierten sowohl die absoluten Maturantenzahlen (zwischen 37.000 und 38.000 in den Jahren seit 2000) als auch die Maturantenquote (bei 37 bis 40 Prozent). Im kommenden Jahr steigt die Zahl der Maturanten erstmals auf mehr als 39.000, um 2009 mit 41.030 erstmals die 40.000-er-Marke zu durchbrechen. Der Höhepunkt wird dann für das Schuljahr 2011/12 mit 42.700 Maturanten erwartet. Bis 2015 sinken die Zahlen dann auf etwas mehr als 41.000, um dann 2020 mit 39.000 wieder den für das kommende Jahr prognostizierten Wert zu erreichen. Die Maturantenquote erreicht im kommenden Jahr damit erstmals seit 2000 wieder 40 Prozent und steigt bis 2020 auf 45 Prozent.
(apa/red)
