Mittwoch, 16. November 2005

Gift in Baby-Spielzeug: EU-Parlament stimmt über eine neue Chemikalienpolitik ab

  • Fruchtbarkeitsschädigender Stoff wurde gefunden
  • Greenpeace: Pröll soll sich für Verbot einsetzen

Ein neues Quietsch-Entchen fürs Baby? Darüber sollten Sie vielleicht noch einmal nachdenken. Greenpeace hat Baby- und Kinderspielzeug anlässlich der bevorstehenden Abstimmung zur neuen Chemikalienpolitik im EU-Parlament auf gesundheitsgefährdende Substanzen untersucht. Das erschreckende Ergebnis: Alle sieben analysierten Produkte enthalten Gifte.

In einem Hüpfball stellte das niederländische Labor einem Anteil von rund siebzig Prozent eines fruchtbarkeitsschädigenden Weichmachers fest, der für Kleinkinder-Spielzeug bereits seit Jahren verboten sei. Fünf weitere Produkte enthielten mehr als zehn Prozent davon. Auch das Hormongift "Nonylphenol" wurde in allen Gegenständen, die in österreichischen Geschäften gekauft wurden, in "überaus hoher Konzentration nachgewiesen". Greenpeace forderte daher von Umweltminister Josef Pröll einen "kompromisslosen Einsatz" für Verbote von besonders gefährlichen Chemikalien innerhalb der EU. (apa/red)

16.11.2005 11:47