Wiener wollen Mount Vinson erklimmen: Der höchste Berg der Antarktis als Mutprobe
- Einmonatige Extrem-Tour ohne fremde Hilfe geplant
- Gipfel soll in nur zehn Stunden erklommen werden
Die Wiener Gerhard Osterbauer und Gerald Fiala wollen in der Zeit von 7. bis 17. Dezember 2005 die Besteigung des Mount Vinson (4.897 Meter) in der Antarktis in Angriff nehmen. Die gesamte Expedition, die rund einen Monat dauern wird, soll ohne fremde Hilfe bestritten werden.
Seit einem Jahr sei man deshalb mit deren Planung beschäftigt, so die Bergsteiger. "Die meisten Touren in der Antarktis sind Guided Tours, das heißt, die gesamte Organisation von der Anreise, über den Proviant bis hin zur Erledigung der Einreiseformalitäten, wird von einem Reiseunternehmen bzw. Bergführer übernommen, der die Gruppe dann auch vor Ort anführt. Wir sind bei allem auf uns gestellt", erklärt Osterbauer.
Witterung ist größtes Hindernis
Der Beginn der Route führt rund 1.000 Höhenmeter über weite, flache Gletscher an den Fuß einer etwa 600 m hohen Eiswand. Von dort werden Osterbauer und Fiala bei gutem Wetter versuchen in einem rund zehnstündigen Aufstieg 2.000 Höhenmeter zu überwinden und den Gipfel zu erreichen. Die beiden Bergsteiger werden dabei mit einem 50 kg schweren Schlitten und bei Temperaturen von bis zu minus 50 Grad und Windgeschwindigkeiten bis zu 200 km/h unterwegs sein.
Besteigung aller höchsten Berge bis 2008
Seit mehr als 20 Jahren ist der 36-jährige Osterbauer Extrembergsteiger. Sein großes Ziel, die Besteigung der "Seven Summits", der sieben höchsten Berge der sieben Kontinente, will er bis 2008 realisiert haben. Nach der Besteigung des Mount Vinson fehlen ihm nur noch zwei Berge - die Carstenz-Pyramide in Ozeanien und der Mount Everest. (APA/red)
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