Iren nehmen ihre Handys mit ins Grab: Aus Angst davor, lebendig begraben zu werden!
- Mobile Sargbeigabe beim Inselvolk weit verbreitet
- Bestattung mit Mobiltelefon bei jungen Mädels beliebt

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Die Versessenheit der Iren auf ihr Mobiltelefon treibt seltsame Blüten. "Heutzutage geben viele Iren ihren verstorbenen Angehörigen ein Handy mit in den Sarg", berichtet der Dubliner Bestattungsunternehmer Peter Flanagan. Viele Menschen hätten Angst davor, lebendig begraben zu werden.
"Sie können mit der Außenwelt in Kontakt treten, wenn sie ihr Mobiltelefon dabei haben." Familien, die ihren Angehörigen statt eines Fotos oder eines Rings ein Handy in den Sarg legen wollten, würden angehalten, es auszuschalten oder den Vibrationsalarm einzustellen. "Denn man will ja schließlich bei einer Beerdigung kein Klingeln aus dem Sarg hören", sagte Flanagan.
Ein weiterer Bestattungsunternehmer vermutet, dass jungen Leuten die Handys in den Sarg gelegt werden, weil sie ein wichtiger Teil ihres Lebens gewesen seien. Dies sei vor allem bei jungen Mädchen der Fall, sagte Keith Massey. "Einige bestehen darauf, dass das Telefon ausgeschaltet wird, so dass der Akku nicht leer ist, wenn sie aufwachen und das Telefon wieder einschalten." In Irland besitzen nach Angaben der Telekommunikationsbehörde 94 Prozent der knapp vier Millionen Einwohner ein Mobiltelefon. (apa/red)
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