FACC siedelt sich in Oberösterreich an: Doch
Einigung zwischen Scharinger und Androsch!
- Flugzeugteil-Werk entsteht jetzt in Reichersberg
·FACC siedelt sich in Oberösterreich an!
Fohnsdorf: Bürgermeister
will Unternehmen klagen
Der Konflikt um den Standort für ein neues Werk des oberösterreichischen Flugzeugteile-Zulieferers FACC ist beigelegt. Der Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich, Ludwig Scharinger, und der Großindustrielle Hannes Androsch einigten sich auf die Unterstützung Errichtung der ersten Stufe eines vierten Werks mit eigener Rechtspersönlichkeit in Reichersberg (Bezirk Ried/Innkreis).
Man gehe davon aus, dass die bisherigen Eigentümer und Hauptaktionäre von Fischer Advanced Composite Components - die Fischer- und die Salinen-Gruppe - eine Eigenmittelaufstockung von je 5 Millionen Euro (zusammen daher 10 Mio. Euro) sicherstellen, teilte Androsch mit.
Weiters werde erwartet, dass ein geeignetes aufgeschlossenes Grundstück zur Verfügung stehe und das Land Oberösterreich die zugesagten Förderungen in Kooperation mit weiteren Förderstellen sicherstelle. Zudem rechnet Androsch damit, dass das Vorhaben aus Oberösterreich durch eine weitere Minderheitsbeteiligung entsprechend unterstützt werde.
"Es wird eine saubere Finanzierung aufgestellt, die nur zum Teil über Fremdmittel erfolgt und nicht ausschließlich", sagte er zu den Gründen, warum er im Eigentümerstreit bei FACC nun eingelenkt hat. Seine Forderung, dass nicht nur über eine Fremdfinanzierung expandiert werden darf, sieht Androsch nun "voll erfüllt", wie er gegenüber der APA erklärte.
Noch Anfang November hatte er den FACC-Miteigentümern im Zusammenhang mit dem neuen Werk wegen der geplanten starken Fremdfinanzierung einen "unverantwortlichen Hasard" vorgeworfen. Aufsichtsratspräsident bleibt der Industrielle weiter.
Die Entscheidung des Aufsichtsrats, ein neues Werk in Oberösterreich und nicht in Fohnsdorf in der Steiermark zu errichten, hatte Ende Oktober für einen Eigentümerkonflikt bei FACC gesorgt. Nach Androschs damaliger Darstellung wäre eine Ansiedlung in der Steiermark betriebswirtschaftlich günstiger gewesen. (apa)

