Donnerstag, 10. November 2005

Mateschitz-Millionäre heben ab: Red Bull Salzburg auch wirtschaftlich im Steigflug

  • Sieben von neun Heimspielen restlos ausverkauft
  • Top-VIP-Logen zum Stückpreis von 120.000 Euro

Die Bilanz kann sich sehen lassen: Nach 18 Runden der Fußball- Bundesliga liegen die Kicker von Red Bull Salzburg auf Platz eins. In den vergangenen neun Partien haben die Salzburger 24 von 27 möglichen Punkten geholt – eine Serie, die in dieser Art noch kein österreichischer Verein hingelegt hat.

Trotz aller Anfangsschwierigkeiten beginnt sich das Fußball- Engagement von Dietrich Mateschitz also auszuzahlen – zumindest sportlich. Doch rechnet sich das Engagement auch wirtschaftlich? Fakt ist, dass Red Bull mehr als 30 Millionen Euro in den Klub gesteckt hat – ein Budget, das deutlich über dem der anderen Vereine liegt. Außerdem hatte Mateschitz zuletzt auch immer wieder betont, dass er das Engagement nicht aus Liebhaberei betreibt.

Großes Geld wartet in Europa
Wirklich Geld verdienen kann der Klub nur im internationalen Geschäft, also in der Gruppenphase der Champions League, wo Salzburg nächstes Jahr vertreten sein möchte. Denn in dieser Saison sind die Einnahmen noch relativ bescheiden: Die Erlöse aus dem Marketing, dem T-Shirtund Fanartikel-Verkauf sind in Salzburg noch deutlich unter denen von direkten Konkurrenten wie Rapid oder Austria Wien angesiedelt.

Bleibt der Kartenverkauf, und der läuft laut Klubangaben hervorragend: Sieben von neun Heimpartien waren bisher ausverkauft, mehr als 150.000 Besucher waren bislang im Salzburger Stadion. Auch die neun Top-VIP-Logen, genannt Skyboxen, sind verkauft – zum Stückpreis von 120.000 Euro im Jahr. Zusammen mit den rund 6.000 Saisonkarten macht das also Einnahmen von rund 4 Millionen Euro aus dem Ticketing. Bislang. Zum Vergleich: Der SV Ried, der Armenhäusler der Liga, hat ein Gesamtbudget von 3,5 Millionen Euro.

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10.11.2005 15:13