Red Bull rüstet auf: Mateschitz-Team holt Star-Konstrukteur Newey von McLaren!
- Mateschitz-Team will Sprung unter die Top 5 schaffen
- 46-jähriger Brite gilt als bester Konstrukteur der F1
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Wertungen bei Fahrern
und den Konstrukteuren
Red Bull Racing hat am Dienstag seine großen Ambitionen mit einem Coup auf dem Transfermarkt unterstrichen. Der österreichische Formel 1-Rennstall verpflichtete mit Ende Februar den 46-jährigen Briten Adrian Newey, der als bester Konstrukteur und Designer der Formel 1-Branche gilt. "Er ist eine massive Verstärkung für uns", erklärte RBR-Teamchef Christian Horner über seinen neuen Technischen Direktor. "Wenn ich die Wahl zwischen Adrian Newey und (dem siebenfachen Weltmeister) Michael Schumacher hätte, würde ich immer Adrian nehmen", sagte Horner´.
Newey hat Williams und McLaren, wo er noch einen Vertrag bis Ende Jänner hat, zu insgesamt zwölf WM-Titeln geführt, nun soll er mithelfen, Red Bull Flügel zu verleihen. "Es ist die richtige Botschaft, dass wir es ernst meinen, was wir erreichen wollen. Die Anstellungen der vergangenen neun Monate machen uns mit beinahe jeder Techniker-Gruppe der anderen Formel 1-Teams konkurrenzfähig", sagte Horner, dessen Boliden in den kommenden zwei Jahren von Ferrari-Motoren angetrieben werden.
"Wir wollen im kommenden Jahr einen Schritt nach vor machen. Unser Ziel muss sein, unter die besten sechs Teams in der Konstrukteurswertung zu kommen, idealerweise unter die besten fünf", so Horner. Mit den Fahrern Christian Klien, David Coulthard und Vitantonio Liuzzi und Cosworth-Motoren war das Nachfolge-Team von Jaguar in der abgelaufenen Saison auf Platz sieben gelandet. "Und 2007 werden wir die echte Dividende von Adrians Anstellung sehen", betonte der Teamchef.
Horner war eigenen Angaben zufolge schon länger im Gespräch mit dem Star-Konstrukteur, seit dem WM-Finale Mitte Oktober in China hätten sich diese intensiviert. "Seine Motivation war nicht Geld. Er war scharf auf eine neue Herausforderung bei einem kleineren Team. Die Herausforderung ist nicht zu unterschätzen" betonte der 32-jährige Brite.
Dass Newey nun ausgerechnet beim Nachfolgeteam von Jaguar landet, bei dem er 2001 schon zugesagt hatte, ehe er doch bei McLaren blieb, sei "Zufall und irgendwie ironisch."
Der neue Red-Bull-Ferrari läuft am 16. Dezember erstmals vom Stapel, die WM beginnt am 12. März in Bahrain. Der Österreicher Christian Klien gilt trotz bis dato nicht unterschriebenem Vertrag als zweiter Pilot, der neben David Coulthard den Red-Bull-Boliden mit dem vom neuen Reglement vorgeschriebenem V8-Motor steuern wird. Mit Coulthard trifft Newey übrigens auf einen alten Bekannten, mit dem Schotten hat der Engländer bereits bei McLaren zusammen gearbeitet.
McLaren zu Newey-Abgang: "Haben wir erwartet"
McLaren hat den Wechsel Neweys mit Fassung getragen. "Der Druck auf eines der führenden Formel-1-Teams ist immer enorm. Wir haben erwartet, dass Adrian eine neue Herausforderung mit einem kleineren Team sucht", sagte ein McLaren-Sprecher zum Transfer, der Newey zum Technischen Direktor bei Red Bull-Ferrari macht.
"Die Entscheidung, McLaren zu verlassen war einvernehmlich und freundschaftlich. Er hat in den vergangenen beiden Jahren ein gutes technisches Team bei uns aufgebaut und wir wünschen im alles Gute für die Zukunft", lautete die Stellungnahme des britischen Rennstalls, der im Vorjahr hinter Renault Platz zwei in der Konstrukteurs-WM belegt hatte. McLaren-Mercedes hatte 10 von 19 Saisonrennen gewonnen, war aber nicht standfest genug, um Weltmeister Fernando Alonso (Renault) im Finale noch ernsthaft zu gefährden.
(apa)
