Mike Tyson schlug wieder zu: Ex-Boxer verbrachte in Sao Paulo Nacht im Gefängnis
- 39-Jähriger verprügelte einen TV-Kameramann
- Zuvor wollte er mit sechs Frauen auf Hotelzimmer

Der ehemalige Box-Superstar Mike Tyson hat in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag mehr als vier Stunden in Polizeigewahrsam in Sao Paulo verbracht. Der Ex-Schwergewichts-Weltmeister war festgenommen worden, weil er einen TV-Kameramann angegriffen hatte. Das bestätigte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP. "Iron Mike" hatte sich von einem Team der brasilianischen TV-Station SBT in einer luxuriösen Bar gestört und beobachtet gefühlt und auf die Aufnahmen tätlich reagiert.
Der 39-jährige US-Amerikaner warf den betroffenen Journalisten wuchtig zu Boden, zerstörte laut Polizeiangaben dessen Kamera und die Videokassette. Tyson, traditionell kein Kind von Traurigkeit, setzte seine Tour fort, ehe er in den frühen Morgenstunden widerstandslos von den Sicherheitskräften einer Discothek gestoppt wurde. Der Ex-Weltmeister hatte zuvor mit sechs Frauen ein Hotelzimmer beziehen wollen. Der Zutritt wurde ihm aber versagt.
Sollte Tyson wegen Körperverletzung angezeigt werden, riskiert er als Wiederholungstäter bis zu sechs Monaten Haft und kann außerdem zu Sozialarbeit in hohem Ausmaß verurteilt worden. Gefängnisse sind für "Iron Mike" nichts Unbekanntes, hatte der Boxer doch bereits in den 90-er-Jahren als verurteilter Vergewaltiger mehr als drei Jahre eingesessen, ehe er wegen guter Führung vorzeitig entlassen wurde. Tyson war am Montag in einer TV-Show von Argentiniens Fußball-Legende Diego Maradona in Buenos Aires aufgetreten und daher in Südamerika. (apa)
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