Mehr weibliche Chefs per Gesetz: Norwegen
will mehr Frauen in den Führungsetagen
- Sollen mindestens 40 Prozent der Bosse ausmachen
- Bei Nichtbefolgen droht Auflösung des Unternehmens
Norwegens Regierung will den Frauen-Anteil in den Chefetagen von Unternehmen per Gesetz auf mindestens 40 Prozent steigern. Widerspenstige Firmen müssten bei Nichtbefolgen der Neuregelung Sanktionen befürchten, sagte die Gleichberechtigungsministerin Karita Bekkemellem. Im schlimmsten Fall drohe eine Auflösung solcher Unternehmen durch die Behörden.
Betroffen von der Regelung seien etwa 500 Aktiengesellschaften, in denen Frauen in den Vorständen bisher deutlich unterrepräsentiert seien. Ab dem 1. Jänner 2006 hätten die Firmen maximal zwei Jahre Zeit, dies zu ändern.
Das Gesetz wurde bereits 2003 verabschiedet, bisher vor allem wegen des heftigen Widerstands der Wirtschaft aber von der Regierung nicht umgesetzt. Auch am Freitag sprach sich der einflussreiche norwegische Unternehmensverband NHO erneut gegen das Gesetz aus und verwies auf ein eigenes Programm zur Frauenförderung.
(apa)
