Rai-Reportage: US-Truppen setzten im Irak-Krieg Chemiewaffen gegen Zivilisten ein
- Angeblich Phospor bei Sturm auf Falluja eingesetzt
US-Truppen sollen 2004 gegen Zivilisten in der irakischen Stadt Falluja chemische Waffen eingesetzt haben. Darüber berichtet in einer Reportage mit dem Titel "Falluja, das versteckte Blutbad" der italienische Senders RaiNews 24. Aufgenommen wurden die Aussagen mehrerer Einwohner von Falluja, die den Einsatz chemischer Waffen bei der US-Aktion zur Übernahme der irakischen Stadt im November 2004 beobachtet haben wollen.
Im Rahmen der Reportage, die am heutigen Dienstag gesendet wurde, wurde auch die italienische Journalistin Giuliana Sgrena interviewt. Sie hatte vor ihrer Entführung in Bagdad im März 2004 an einem Bericht über die blutige Mission der amerikanischen Truppen in Falluja gearbeitet.
Gezeigt wurden in der Reportage verbrannte Körper von Zivilisten, die angeblich durch den massiven Einsatz chemischer Phosphor-Waffen gestorben sind. Phosphor ist aber laut internationalen Normen nur als Mittel zur Beleuchtung oder für die Produktion von Tränengas erlaubt.
(apa)
