Freitag, 11. November 2005

Verstärkte Kontrollen für F5-Jets: Ursache der letzten Panne noch immer nicht geklärt!

  • Abdeckung hatte sich auch in Schweiz schon gelöst

Das Bundesheer zieht nun Konsequenzen aus der Panne mit einem F5-Militärjet im vergangenen September. Künftig soll die Befestigung der Abdeckung, die sich bei diesem Vorfall aus bis jetzt ungeklärter Ursache gelöst hatte, verstärkt kontrolliert werden.

Zu dem Zwischenfall war es am 5. Sptember in der Obersteiermark gekommen. Während eines Übungsfluges löste sich von der Unterseite des Fliegers eine 25 cm lange und ein halbes Kilo schwere Abdeckung. Inzwischen wurde bekannt, dass es bei der Schweizer Luftwaffe, von der diese Jets geliehen werden, schon öfter zu derselben Panne gekommen ist. Die F5-Jets der Schweizer Luftwaffe hätten die besagte Abdeckung schon mehrmals verloren, berichtete vor kurzem das Schweizer Fernsehen. Im Jahr 2001 mussten an allen 80 Schweizer F5-Maschinen die Verschlüsse der Abdeckungen ausgewechselt werden. Trotz dieser Maßnahme verlor 2003 abermals ein Jet diese Abdeckung, die an der Unterseite des Fliegers eine Vorrichtung zur Abwehr von Lenkwaffen schützt.

Der Kommandant der Österreichischen Luftstreitkräfte, Generalmajor Erich Wolf, bestätigte laut ORF-Steiermark, von seinen Schweizer Kollegen über diese Vorfälle nicht informiert worden zu sein. "Zum Zeitpunkt, als der Vorfall bei uns passierte, hatten wir keine Kenntnisse von anderen Zwischenfällen. Man muss aber festhalten, dass wir das Luftfahrzeug erst nach dem Vorfall in der Schweiz gemietet haben."

Die Ursache für die Panne vom 5. September ist zwar noch nicht geklärt. Um einen möglichen menschlichen Fehler künftig weitgehend auszuschließen, sollen nun statt einem, zwei Techniker für die Befestigung der Abdeckung verantwortlich sein: "Ein Techniker befestigt den Gegenstand und ein zweiter überprüft, ob auch ordnungsgemäß gehandelt wurde." Der Flugbetrieb geht ohne Einschränkung weiter. Es bestehe kein Anlass zur Beunruhigung, so der Kommandant der Luftstreitkräfte.

Derzeit sind in Graz 12 F5-Jets stationiert. Diese Leihmaschinen der Schweizer Luftwaffe dienen als Zwischenlösung nach dem Draken bis zum Eintreffen der Eurofighter. (apa)

11.11.2005 11:15