"Krumm", "kahl", "schief": Frankfurter lassen kein gutes Haar an Weihnachtsbaum aus OÖ!
- Fichte ist ein Geschenk von der Gemeinde Gmunden
- Medienberichte: "Sieht aus wie ein gerupftes Huhn"

Der Weihnachtsbaum, den Frankfurt am Main kostenlos aus Gmunden in Oberösterreich erhalten hat, stößt in der hessischen Metropole offenbar auf wenig Gegenliebe. Laut "Bild"-Zeitung sollen Worte wie "krumm", "kahl" und "schief" gefallen sein.
"Oje! Schon wieder 'ne Krüppelfichte" titelte "Bild". "Sieht aus wie ein gerupftes Huhn. Die eine Hälfte abrasiert wie ein Möchtegern-Punk", schreibt die Zeitung und stellt die Frage, was sich die Stifter - die Gemeinde Gmunden und die Österreichischen Bundesforste - dabei gedacht haben. "Der ist ja kaputt! Krumm, kahl und schief. Was will Frankfurt mit so einem Baum?", wird ein Passant in dem Bericht zitiert.
Der Gmundner Bürgermeister Heinz Köppl (V) lässt sich davon nicht irritieren. "Der Baum wird noch drei Meter versenkt und fehlende Äste werden behutsam ersetzt", erklärte er gegenüber den OÖN. Die 28 Meter hohe Fichte sei genau den Frankfurter Wünschen entsprechend ausgesucht worden. "Sie wird den Menschen ganz sicher gefallen", ist Köppl überzeugt.
Mehr als drei Millionen Menschen besuchen laut OÖN jedes Jahr den Weihnachtsmarkt in Frankfurt. Die Ferienregion Gmunden ist heuer mit einem eigenen Werbestand vertreten. "Ich bin überzeugt, dass Gmunden und die Traunseeregion von diesem Baumexport profitieren", so Köppl.
Zweite Verstimmung zwischen OÖ & Deutschland
Die Diskussion um das Geschenk aus Gmunden für die hessische Landeshauptstadt ist schon der zweite Fall, der für Verstimmung zwischen Oberösterreich und Deutschland sorgt. Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hatte zuletzt Kritik geäußert: In einem Bericht über den Prozess gegen den deutschen Rapper Bushido, der in Linz mit einer Diversion endete, wurde die Landeshauptstadt als "Arsch der Welt" mit "Chemie, Langeweile, Drogen" bezeichnet, was dort für Ärger sorgte. (apa/red)
