Geteilte Meinung über neues Budget: Unis sind zufrieden - Opposition hingegen nicht
- SPÖ's Broukal spricht von einer "Mogelpackung"
- PLUS: Milliarden-Paket für Universitäten geschnürt
Einige Universitäten haben sich am Mittwoch zufrieden mit der Einigung zwischen Regierung und Rektoren über das Universitätsbudget der Jahre 2007 bis 2009 geäußert. Dagegen ist die Opposition weiterhin kritisch. SPÖ-Wissenschaftssprecher Broukal sprach von einer "Mogelpackung". Sein Amtskollege bei den Grünen, Grünewald, hält die "Selbstbeweihräucherung der Regierung" für verfehlt.
Der Rektor der Universität Wien, Georg Winckler, bezeichnete die Budgetvereinbarung als "Schritt in die richtige Richtung". Politisch sei nicht mehr drinnen gewesen. Er gehe aber davon aus, dass auch die Mittel für den Wissenschaftsfonds FWF kräftig aufgestockt werden, weil es wichtig sei, dass die Unis kompetitiv Forschungsmittel einwerben können.
Für die Medizin-Uni Wien garantiert das Budgetpaket mehrjährige Planungssicherheit. Damit sei nicht nur die Finanzierung der dringend notwendigen Neubauten wie der Zahnklinik gesichert.
Broukal weist darauf hin, dass nur die Hälfte der "Uni-Milliarde" wirklich die Unis erreiche, 500 Mio. Euro würden in lange aufgeschobene und daher höchst notwendige Gebäudesanierungen fließen - und damit "der Bauwirtschaft zugute kommen, nicht aber der Qualität von Forschung und Lehre".
Grünewald kritisiert, dass gerade einmal die 23 allerdringendsten Sanierungsfälle mit dem zur Verfügung gestellten Geld bewältigt werden können. Viele Uni-Angehörige und Studierende müssten damit weit über das Jahr 2009 hinaus in arbeitsrechtlich problematischen Gebäuden arbeiten und studieren.
(apa/red)
