Salzburger Juwelierraub geklärt: Täter und die teure Beute wurden in Italien gefasst
- Schmuck im Wert von einigen 100.000 Euro erbeutet
- Vermutlich ehemaliges Mitglied der Fremdenlegion
Bei dem nach einer wilden Verfolgungsjagd in Südtirol festgenommenen Juwelenräuber von Salzburg dürfte es sich um einen 39-jährigen Slowenen handeln. Das hat die Exekutive bei einer gemeinsamen Pressekonferenz der Polizei und der italienischen Carabinieri am Dienstagabend in Bozen bekannt gegeben. Der Mann hatte am Montagabend in einem Juweliergeschäft in der Salzbuger Getreidegasse Schmuck im Wert von rund einer Million Euro erbeutet.
Die Identität des Mannes sei noch nicht restlos geklärt, hieß es. Er hatte bei der Festnahme französische, slowakische und kroatische Reisedokumente bei sich. Es wurde vermutet, dass er ein ehemaliges Mitglied der Fremdenlegion sei.
Da der Mann neben einer Pistole und einem Messer auch zwei Handschellen bei sich hatte, könnte er eine Geiselnahme einkalkuliert haben, erklärten die Beamten. In Italien werden dem Mann versuchter Totschlag, Waffenbesitz und Widerstand gegen die Staatsgewalt vorgeworfen. Am Mittwoch soll er dem Haftrichter vorgeführt werden. Staatsanwalt Cuno Tarfusser ging davon aus, dass er im Schnellverfahren abgeurteilt werde und damit einer raschen Auslieferung an Österreich nichts im Wege stehe.
Am Montag um 17.40 Uhr hatte der Mann das Juweliergeschäft betreten, als die Angestellten gerade die wertvollsten Stücke aus Sicherheitsgründen vom Schaufenster in den Tresor sperren wollten. Er hatte unter seiner Jacke eine Pistole hervorgezogen, eine große Sporttasche auf das Verkaufspult gestellt und alle Schmuckstücke und Uhren gefordert.
Der Unbekannte war zunächst zu Fuß geflüchtet. Dann war er in ein Fahrzeug mit gestohlenen Kennzeichen gestiegen und durch die Stadt gerast. Nachdem die Polizei auf das Fluchfahrzeug geschossen hatte, hatte der Räuber einen 18-Jährigen mit der Pistole bedroht, ihn aus seinem Auto gezerrt und war mit dem Wagen weitergefahren.
In Tirol war der Mann auf der Autobahn auch in engen Baustellenbereichen mit 160 bis 180 Stundenkilometern dahingerast. Am Brenner hatte er einen Schranken durchstoßen. Gegen 20.30 Uhr hatte er dann das Auto einen Kilometer vor der Mautstelle Sterzing stehen gelassen und war zu Fuß geflüchtet. Zahlreiche Polizisten und Carabinieri hatten mehrere Stunden nach dem Mann gesucht. Kurz vor Mitternacht war es zur Verhaftung gekommen. Dabei hatte er die Beamten mit einem Messer bedroht.
Die Filialen des Salzburger Juweliers wurden in den vergangenen 13 Monaten bereits zum fünften Mal Opfer von Einbrechern oder Räubern, hieß es. Einen Zusammenhang mit den vier vorangegangenen Taten war für die Kriminalisten bei dem Raub vom Montag aber nicht erkennbar.(apa)
Fahrerflucht11:57
Red Bull-Erbe verhaftetDer Enkel des thailändischen Energy Drink-Erfinders soll einen Polizisten überfahren haben
Sexualstraftäter12:11
Karl will GPS-FußfesselJustizministerin Karl kann sich eine Satellitenüberwachung vorstellen - Vorbild Spanien
In Plastiksack erstickt13:10
Kindestötung: AnklageGegen eine Mutter, die ihr Neugeborenes erstickt hatte, wurde jetzt Anklage erhoben
