An der Sommerzeit wird weiter gedreht: In der EU ist '07 ein umfassender Bericht fällig
- USA verlängern Sommerzeit um einen Monat
·Guter Zeitpunkt für Test der FI-Schalter
Überprüfung sollte regelmäßig geschehen
·An der Sommerzeit wird weiter gedreht
USA verlängern Sommer-zeit um einen Monat
·"Entschleuniger" für anderen Rhythmus
Wissenschafter: "Idee mit
der Uhr eigentlich falsch"
Es wird nicht ruhig um die Sommerzeit, die sich nun doch allmählich fest etabliert haben sollte. Nicht nur, dass Privatpersonen, Experten aller Art, Organisationen und Institutionen immer noch und immer wieder etwas an der alljährlichen Zeitumstellung auszusetzen haben. Auch amtlicherseits macht man sich an ihr zu schaffen - und das hat mitunter gewaltige Folgen. In den USA beispielsweise dauert die Sommerzeit als Folge eines neuen Gesetzes künftig praktisch fast von Winter zu Winter.
Auch in Europa ist die geltende Regelung nicht für alle Zeiten abgesegnet. Die 2002 wirksam gewordene EU-Richtlinie 2000/84/EG besagt, dass die Sommerzeit in allen Mitgliedsländern einheitlich vom letzten Sonntag im März bis zum letzten Sonntag im Oktober dauert. Dies wird auch von nicht zur EU gehörenden europäischen Ländern so gehalten. Die EU veröffentlicht jeweils in fünfjährigem Abstand die Dauer der Sommerzeitperioden in den folgenden fünf Jahren. Derzeit sind sie bis zum Jahr 2008 festgelegt.
Spätere Änderungen sind nicht ausgeschlossen. Die Richtlinie besagt, dass die Mitgliedsländer bis spätestens 30. April 2007 der EU-Kommission Informationen über die Auswirkungen der Sommerzeitregelung in allen betroffenen Lebensbereichen liefern müssen. Anhand dieser Angaben muss die Kommission bis Ende 2007 einen Bericht für das Europaparlament, den EU-Rat und den Wirtschafts- und Sozialausschuss erstellen. Je nachdem, wie die Schlussfolgerungen ausfallen, soll die Kommission "erforderlichenfalls geeignete Vorschläge" vorlegen.
Sommerzeit bringt Mehr an Lebensqualität
In Europa ist man längst von der ursprünglichen Annahme abgegangen, dass mit Hilfe der Sommerzeit-Regelung Energie eingespart werden könne. Jetzt lobt man stattdessen, dass sie ein Mehr an Lebensqualität bringe, weil es abends "länger hell" sei. Wer auf Grund des um eine Stunde in den Morgen zurückgeschobenen Zeitrasters früher zu arbeiten anfängt, kann entsprechend früher die Freizeit genießen.
In den USA heißt die Sommerzeit Daylight Saving Time (DST), also Zeit zur besseren Nutzung des Tageslichts, und die Amerikaner glauben unverdrossen an die Energie sparende Wirkung. Wer früh ins Bett gehe, schalte Licht, Fernseher, Videorekorder und Stereoanlage aus, heißt es. Studien in den siebziger Jahren hätten eine landesweite Stromersparnis von einem Prozent ergeben.
USA verlängern Sommerzeit um einen Monat
Gemäß dem von Präsident George W. Bush unterzeichneten Energiepolitikgesetz 2005 wird die DST-Periode ab 2007 um einen Monat verlängert. Dann dauert sie vom zweiten März-Sonntag bis zum ersten November-Sonntag und nicht wie bisher vom ersten Sonntag im April bis zum letzten Sonntag im Oktober. In dem Gesetz sind die Termine bis zum Jahr 2015 bereits festgelegt. Der Kongress kann eine Rückkehr zu der alten Regelung beschließen, wenn der zuständige Minister einen Bericht über die Auswirkungen der Neuerung vorgelegt hat.
(apa/red)
