Montag, 10. Oktober 2005

Microsoft bringt DVDs mit Kindersicherung: Filme gibt es erst, wenn Aufgabe erledigt ist

  • Erste Wunderscheiben sollen 2006 auf Markt kommen
  • Umrüstung auf neue DVD-Player ist aber erforderlich

Für die nächste Generation von DVDs will Microsoft ein umfassendes Kontrollsystem entwickeln. Kinder sollen erst dann Filme sehen können, wenn alle Hausübungen erledigt sind. Berichte, dass Microsoft eine Einweg-DVD plane, hat der Computerriese berichtigt. Richtig ist nach Angaben des Unternehmens, dass für den kommenden DVD-Standard HD-DVD eine Software zum elektronischen Rechte-Management DRM entwickelt wird, die es unter anderem erlaubt, die Datenträger so zu konfigurieren, dass sie sich nur ein einziges Mal abspielen lassen.

Allerdings soll das DRM noch deutlich mehr Regelungsmöglichkeiten beinhalten: Der User des DVD-Contents soll dabei absolute Kontrolle darüber haben, wie die Inhalte betrachtet werden, zitiert die britische Zeitung "The Business" den Microsoft-Manager Alistair Baker. "Das kann bedeuten, dass man einen Film einmal ansehen kann oder für eine begrenzte Zeit." Als weiteres Beispiel nennt Baker eine Festlegung, zu welchen Zeiten eine DVD abgespielt werden kann – etwa unter dem Gesichtspunkt des Jugendschutzes: "Zum Beispiel kann der Zugriff nur nach Erledigung der Hausaufgaben, aber vor dem Zubettgehen, freigegeben werden."

Die HD-DVD mit dem Microsoft-Rechtemanagement soll im kommenden Jahr auf den Markt kommen, berichtet heise. Das Abspielen der DVDs wird neue DVD-Player erfordern, angeboten sollen diese zum Beispiel von Toshiba werden, so Manager Baker. Das Betriebssystem soll Windows CE sein. Allerdings – was Baker nicht verriet: Wie kontrolliert die DVD eigentlich, ob die Hausaufgaben wirklich schon gemacht sind? (red)

10.10.2005 12:53