Angst vor der Vogelgrippe-Pandmie steigt: Roche will Tamiflu-Produktion verdoppeln!
- Pharma-Konzern erwägt Auslagerung der Produktion
- PLUS: Alle Infos zur möglichen Vogelgrippe-Pandemie

·Die Angst vor der Vogelgrippe steigt!
2005: Roche will Tamiflu-Produktion verdoppeln!
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Der Schweizer Pharma- und Diagnostikkonzern Roche erwägt die Produktion des bei Vogelgrippe wirksamen Medikaments Tamiflu an andere Pharmafirmen auszulagern. Bisher seien aber noch keine Unternehmen an Roche herangetreten, um Tamiflu zu produzieren, sagte Roche-Virologie-Chef David Reddy im "Wall Street Journal" (WSJ).
Gesundheitsexperten befürchten, dass Tamiflu im Falle einer Vogelgrippe-Pandemie knapp werden könnte. Gemäß Roche sei bisher keine anderes Unternehmen im Stande, dass Mittel herzustellen.
Derzeit suche Roche nach Firmen, die verschiedene Produktionsschritte bei der Tamiflu-Herstellung übernehmen könnten, um die Verfügbarkeit des Mittels zu erhöhen, so die Zeitung.
Bis Ende des Jahres wolle Roche die Tamflu-Produktion im Vergleich zu 2004 verdoppeln. Bis Mitte des kommenden Jahres solle der Ausstoß nochmals um das Doppelte gesteigert werden, hieß es im WSJ weiter.
In dieser Woche war die ursprünglich aus Asien stammende Vogelgrippe bei Tieren in der Türkei und möglicher auch in Rumänien aufgetaucht.
Tamiflu hatte sich für Roche zum Kassenschlager entwickelt, nachdem die Weltgesundheitsorganisation das Mittel zum Schutz vor einer massenhaften Verbreitung der Vogelgrippe empfohlen hat. Bisher haben mindestens 25 Länder größere Tamiflu-Vorräte angelegt, um auf einen möglichen Ausbruch einer Pandemie reagieren zu können. Die WHO empfiehlt den Aufbau von Lagern von Neuraminidase-Hemmern, zu denen Tamiflu oder auch das Grippemittel Relenza von GlaxoSmithKline gehören.
Im ersten Halbjahr 2005 hatte sich der Tamiflu-Umsatz auf 580 Mio. sfr nahezu verfünffacht und Roche rechnet in der zweiten Jahreshälfte mit weiteren 300 Mio. sfr oder mehr. (apa)

