Verzögerungen bei Übernahme: Unicredit-Fusion mit Hypo-Vereinsbank erst 2006
- Bisher nur schwache Resonanz der HVB-Aktionäre
- Rampl will trotz Verlängerung aufs Tempo drücken
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Jetzt macht auch Bank-Austria-Betriebsrat mobil
Der Vollzug der Übernahme der Bank Austria-Mutter Hypo-Vereinsbank (HVB) durch die italienische Großbank Unicredit verzögert sich bis ins nächste Jahr hinein. Die abschließende außerordentliche Hauptversammlung von Unicredit werde erst im Jänner 2006 stattfinden, teilte HVB-Chef Dieter Rampl seinen Mitarbeitern per e-Mail mit. Aus dieser internen e- Mail zitierten mehrere große Tageszeitungen in Deutschland (Handelsblatt, FTD, Süddeutsche Zeitung).
Die Aktionärs-Versammlung im Jänner soll den Verwaltungsrat (Aufsichtsrat) der Unicredit neu wählen, dem Rampl vorstehen soll. Das Gremium bestellt dann den neuen Holdingvorstand unter Unicredit- Chef Alessandro Profumo.
Zunächst hatten die Banken den kompletten Deal - die bisher größte grenzüberschreitende Bankenfusion in Europa - noch heuer über die Bühne bringen wollen. Allerdings hat Unicredit wegen der schwachen Resonanz der HVB-Aktionäre sowie Kartellproblemen in Osteuropa die Angebotsfrist um zwei Wochen bis zum 24. Oktober verlängert.
Rampl will trotz der Verlängerung der Angebotsfrist durch Unicredit weiter auf das Tempo drücken. "Es werden alle Vorbereitungen für die Fusion ungebremst vorangetrieben", schrieb der 58-Jährige in seinem internen Brief an die Mitarbeiter. An der geplanten Übernahme durch die Italiener bestehe kein Zweifel: "Die Fusion soll wie geplant erfolgen."
Es gebe Grund zur berechtigten Annahme, dass mehr als 65 Prozent der HVB-Aktionäre ihre Aktien tauschen werden. Die Reaktionen der Investoren seien unverändert positiv.
Erst am Wochenende hatte Unicredit-Chef Profumo die Umtauschfrist um zwei Wochen verlängert. Das Übernahmeangebot wurde verändert, da sich die aufsichts- und kartellrechtlichen Genehmigungen in Kroatien und Polen verzögern. Rampl bezeichnete dies, wie die "SZ" aus seinem Schreiben zitiert, als "bedauerlich", da man sich nun auf eine weitere Warteperiode und weiteres Störfeuer einrichten müsse. (apa/red)
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