Schaulaufen um den Gruppensieg: England empfängt in Manchester starkes Polen-Team
- Eriksson zwingen Verletzungen zu Experimenten
- Beide Teams schon fix für WM 2006 qualifiziert
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Qualifikationsdruck ist für beide Länder seit Samstag passe. Dennoch ist das abschließende Spitzenspiel in Österreichs WM-Qualifikationsgruppe 6 zwischen England und Leader Polen heute in Manchester mehr als nur ein Schaulaufen. Es geht um den Gruppensieg, Prestige und möglicherweise auch um Punkte für die Setzliste bei der Fußball-WM im kommenden Jahr in Deutschland.
Vier Tage nach dem schmeichelhaften 1:0-Erfolg dank eines Lampard-Elfmeters gegen Österreich wollen sich die für ihre mäßige Leistung teils scharf kritisierten Engländer gegen Polen ihre Lorbeeren zurückverdienen und sich dort positionieren, wo sie Teamchef Sven-Göran Eriksson bereits sieht. "Wir sind einer der vier bis fünf Favoriten auf den Weltmeistertitel. Wir haben ein außergewöhnlich gutes Team", erklärte der Schwede nach dem 1:0-Zittersieg gegen die ÖFB-Elf.
Diese Ambitionen könnten die Engländer nicht besser als mit dem Gruppensieg untermauern, für den drei Punkte notwendig wären. Eriksson muss im Vergleich zum Duell mit Österreich allerdings nicht nur den gesperrten Kapitän David Beckham, sondern auch die verletzten Steven Gerrard (zumindest drei Wochen wegen Schienbeinproblemen out) und Sol Campbell (Oberschenkel) vorgeben, scheint damit zu Experimenten gezwungen. Verteidiger Ledley King soll wie in der Schlussphase gegen Österreich im defensiven Mittelfeld aufräumen.
Die Hoffnungen auf mehr Tore (lediglich zwei in den vergangenen drei Bewerbsspielen) ruhen auf Jungstar Wayne Rooney, der seine Gelb-Sperre abgesessen hat. Auf Grund der zuletzt schwachen Leistungen forderte die Qualitätszeitung "The Independent" aber gar den "sofortigen Rücktritt von Teamchef Eriksson und Kapitän Beckham um bei der WM-Endrunde konkurrenzfähig zu sein." Neben geschaffter Qualifikation (zumindest als einer der besten Gruppenzweiten) hat Eriksson aber einen lukrativen Vertrag bis nach der EM 2008 in der Tasche.
Lukrativ ist auch ein freundschaftliches Länderspiel, das die Engländer an Stelle der Qualifikations-Barrage am 12. November in Genf bestreiten. Dort treffen die "Three Lions" auf Argentinien, der englische Fußball-Verband (FA) soll dafür rund zwei Millionen Pfund (2,91 Mio. Euro) erhalten. Das "Stade de Geneve" ist einer von acht Schauplätzen der EURO 2008 in Österreich und der Schweiz.
(apa/red)
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