Griechenland ist nicht dabei: Frankreich, Schweden und Serbien holten WM-Tickets
- Türkei, Tschechien, Schweiz, Spanien, Slowakei und Norwegen in den Playoffs
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Schweden, Frankreich und Serbien-Montenegro haben in der Europa-Zone das Ticket für die Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland gelöst. Außerdem sicherten sich die Türkei, Tschechien, die Slowakei, die Schweiz und Spanien die Teilnahme an den Playoff-Partien am 12. und 16. November. Die Norweger waren schon davor fix in der Barrage gestanden.
In Gruppe vier kamen die zuvor drittplatzierten Franzosen zu einem ungefährdeten 4:0-Heimsieg gegen Zypern und profitierten vom torlosen Remis in Dublin zwischen Irland und der Schweiz. Die Eidgenossen überholten damit dank des gewonnenen direkten Duells die punktegleichen, am Mittwoch spielfreien Israelis, einen weiteren Zähler dahinter musste Irland mit Platz vier Vorlieb nehmen.
Serbien-Montenegro setzte sich daheim im Balkan-Duell mit Bosnien-Herzegowina 1:0 durch und holte damit Rang eins in Gruppe sieben, da nützte den zweitplatzierten Spaniern auch ein 6:0-Kantersieg in San Marino nichts mehr.
Dank eines 3:1-Heimsieges in Pool acht gegen Island fährt Schweden als einer der zwei besten Gruppenzweiten aller acht Gruppen zur WM. Der Gruppensieg ging an die bereits zuvor fix qualifizierten Kroaten (der Austrianer Mario Tokic spielte durch), die in Ungarn (der Rapidler György Korsos spielte bei den Gastgebern durch) nicht über ein torloses Remis hinauskamen, die Gruppe aber trotz Punktegleichheit und schlechteren Torverhältnisses dank des gewonnenen direkten Duells mit Schweden auf Platz eins abschlossen.
Slowakei in Playoffs: Russland nur Zuschauer
Die Slowaken (die Rapidler Peter Hlinka und Jozef Valachovic spielten durch) trotzten in Gruppe drei in Bratislava Russland ein 0:0 ab und schlossen die Kampagne damit als Zweiter ab, die Russen sind bei der WM nur Zuschauer. Gruppensieger Portugal besiegte Lettland 3:0, wobei Pauleta seine Teamtreffer 41 und 42 erzielte und damit Eusebio (41) als Team-Rekordtorschützen ablöste.
In Gruppe eins landeten die Tschechen einen ungefährdeten 3:0-Sieg in Finnland und verdrängten damit die spielfreien Rumänen von Platz zwei. Der bereits fix qualifizierte Gruppensieger Niederlande kam in Amsterdam gegen Mazedonien (mit dem Mattersburger Ilco Naumoski, der Gelb sah, bis zur 90. Minute) nicht über ein 0:0 hinaus. Schon die Partie am Balkan hatte mit einem 2:2-Remis geendet, damit waren die Mazedonier das einzige Team, das den "Oranjes" in der laufenden Kampagne Punkte wegschnappte.
Griechenland in Gruppe 2 nur Vierter
In Gruppe zwei hat sich die Türkei den zweiten Tabellenplatz hinter der Ukraine gesichert. Dem WM-Dritten von 2002 reichte dafür ein 1:0-Zittersieg in Tirana gegen Albanien, wodurch die Siege von Dänemark (2:1 in Kasachstan) und Griechenland (1:0 in Athen gegen Georgien) wertlos waren.
Die Griechen beendeten den Pool als enttäuschender Vierter und sind damit der erste regierende Europameister seit Dänemark (nach dem EM-Titel 1992 waren die Skandinavier 1994 in den USA Zuschauer), der die WM-Qualifikation verpasste. Davor gelang dieses "Kunststück" nur der CSSR (1976 EM-Titel - 1978 nicht bei der WM in Argentinien).
Fast das ganze Spiel über feierten die Zuschauer in Athen Trainer Otto Rehhagel mit Sprechchören - möglicherweise saß der deutsche Trainer zum letzten Mal für Griechenland auf der Bank. Es wird vermutet, dass er seinen mit Jahresende auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird. Rehhagel sagte jedoch: "Auch in zehn Jahren wird ein Teil von meinem Herzen immer noch griechisch sein." Er werde seine weitere Zukunft in Ruhe und ohne Zeitdruck planen. Für das Ausscheiden machte Rehhagel die lange Verletzung des zentralen Verteidigers Traianos Dellas und die Niederlage im ersten Spiel gegen Albanien verantwortlich.
(apa/red)
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